{"id":1372,"date":"2023-04-30T13:17:05","date_gmt":"2023-04-30T11:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.flockofideas.com\/?p=1372"},"modified":"2025-10-12T16:25:34","modified_gmt":"2025-10-12T14:25:34","slug":"das-bitcoin-lightning-netzwerk-einfuhrung-und-rechtliche-einordnung-von-lnbtc-und-der-teilnahme-am-netzwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.flockofideas.com\/index.php\/2023\/04\/30\/das-bitcoin-lightning-netzwerk-einfuhrung-und-rechtliche-einordnung-von-lnbtc-und-der-teilnahme-am-netzwerk\/","title":{"rendered":"Das Bitcoin Lightning Netzwerk \u2013 Einf\u00fchrung und rechtliche Einordnung von LNBTC und der Teilnahme am Netzwerk"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Der vorliegende Beitrag ist eine \u00fcberarbeitete Fassung des in <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/bank-kapitalmarktrecht.iusnet.ch\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/bank-kapitalmarktrecht.iusnet.ch\/\" target=\"_blank\">iusNet BR-KR 22.12.2022<\/a> erschienenen zweiteiligen Aufsatzes. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Lightning Netzwerk ist eine technische Skalierungsl\u00f6sung f\u00fcr die Bitcoin Blockchain. Es bietet in erster Linie die M\u00f6glichkeit, effizient, kosteng\u00fcnstig und mit technischer Finalit\u00e4t bitcoins (BTC) in Form von Lightning bitcoins (LNBTC) zu \u00fcbertragen. Das Lightning Netzwerk wird als eine der Schl\u00fcsselinfrastrukturen des heutigen Bitcoin \u00d6kosystems betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz seiner zentralen Stellung hat das Netzwerk bisher nur vereinzelt Beachtung in der juristischen Literatur gefunden.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Prim\u00e4r stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob das Lightning Netzwerk aufgrund seines Hauptzwecks als Zahlungsnetzwerk ein unterstellungspflichtiges Zahlungssystem darstellt oder ob die Teilnahme am Netzwerk einer regulierten T\u00e4tigkeit entspricht. Dabei ist v.a. die Anwendbarkeit des Geldw\u00e4schereigesetzes (GwG)<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, Finanzmarktinfrastrukturgesetzes (FinfraG)<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> und Bankengesetzes (BankG)<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> zu pr\u00fcfen. Dieser Beitrag widmet sich demgegen\u00fcber nicht der Fragestellung, ob Dienstleister, die Kunden \u00fcber ihre Wallet-Software Zugang zum Lightning Netzwerk verschaffen, gegebenenfalls eine unterstellungspflichtige T\u00e4tigkeit aus\u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">I. Das Lightning Netzwerk<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">A.\u00a0\u00dcbersicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u00abLightning\u00bb steht je nach Blickwinkel f\u00fcr (i)&nbsp;ein Computerprotokoll bzw. mehrere solche Protokolle, (ii)&nbsp;eine Software-Implementierung (bzw. Client) des erw\u00e4hnten Computerprotokolls oder (iii)&nbsp;das Netzwerk selbst, deren Teilnehmer den Code einer Software-Implementierung ausf\u00fchren. Es bestehen mehrere voneinander unabh\u00e4ngige Open-Source-Implementierungen, die unterschiedliche Funktionalit\u00e4ten aufweisen k\u00f6nnen, jedoch alle die Standards mit der Bezeichnung \u00abBasis of Lightning Technology\u00bb (BOLT) einhalten.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Sowohl das Protokoll als auch die unterschiedlichen Implementierungen befinden sich in kontinuierlicher Weiterentwicklung durch eine globale Entwicklergemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lightning Protokoll kn\u00fcpft unmittelbar an das Bitcoin Protokoll an, wobei andere Blockchains ebenfalls vom Konzept Gebrauch machen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Entsprechend wird Lightning auch als \u00abSecond Layer\u00bb bzw. \u00abLayer 2\u00bb von Bitcoin bezeichnet. Technisch betrachtet bedeutet dies, dass das Lightning Netzwerk im Wesentlichen das Sicherheits- und Vertrauensmodell des Bitcoin Netzwerks erbt, gleichzeitig aber eigenst\u00e4ndige Funktionalit\u00e4ten implementieren kann.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Lightning Transaktionen erfolgen anders als in Bitcoin \u00aboff-chain\u00bb, d.h., Daten werden \u00fcberwiegend ausserhalb der Bitcoin Blockchain verarbeitet und abgespeichert. Das Lightning Protokoll tr\u00e4gt dadurch den Kapazit\u00e4tsgrenzen der Blockchain Rechnung.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Als Grundlage f\u00fcr Lightning Transaktionen dienen Zahlungskan\u00e4le, welche die Netzwerkteilnehmer in bidirektionaler Weise miteinander unterhalten (sog. <em>Payment Channels<\/em>). Befinden sich die BTC nach Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals erst einmal im Netzwerk, findet die Abwicklung einer LNBTC-\u00dcbertragung innert weniger Sekunden statt. Eine (zus\u00e4tzliche) Abwicklung auf der Bitcoin Blockchain ist f\u00fcr technische Finalit\u00e4t grunds\u00e4tzlich nicht notwendig, kann aber bei Bedarf von jeder der beiden an einem Kanal beteiligten Personen initiiert werden. Insoweit fungiert das verteilte Register von Bitcoin als ultimativer Abwicklungsmechanismus f\u00fcr Lightning.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept hinter Lightning wurde bereits 2015 vorgestellt.<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Seit 2018 ist das Netzwerk live. Kurz vor Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags betrug die Netzwerkkapazit\u00e4t rund 5\u2019000 BTC, d.h. rund 87 Millionen US-Dollar. Etwa 16&#8217;000 Netzwerkteilnehmer (sog. <em>Nodes<\/em>) betreiben rund 75&#8217;000 sichtbare Zahlungskan\u00e4le.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Mit anderen Worten unterh\u00e4lt ein Netzwerkteilnehmer in aller Regel mehr als einen Kanal.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des Charakters als offenes (d.h. <em>permissionless<\/em>) Netzwerk ver\u00e4ndern sich Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmer laufend.<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Eintritts- und Austrittsbarrieren sind rein technischer Natur, namentlich das Vorliegen eines Internetanschlusses. Das \u00abGatekeeper-Modell\u00bb traditioneller Zahlungsnetzwerke ist in Lightning obsolet bzw. technisch und spieltheoretisch substituiert.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Wer will, kann also nach der Lekt\u00fcre dieses Beitrages eine Softwareimplementierung<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a> des Protokolls herunterladen, diese auf dem privaten Computer zur Ausf\u00fchrung bringen und somit am Lightning Netzwerk partizipieren. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass das Netzwerk \u00fcber keinen zentralen Betreiber verf\u00fcgt. Zwar k\u00f6nnen sich aus mikro\u00f6konomischen Gr\u00fcnden einzelne \u00abHubs\u00bb bilden, welche als Knotenpunkte Zahlungskan\u00e4le mit dutzenden, ja hunderten oder sogar tausenden weiteren Teilnehmern unterhalten, doch sind auch solche Hubs technisch betrachtet letztlich gew\u00f6hnliche Netzwerkteilnehmer bzw. Nodes. Sie verf\u00fcgen mit anderen Worten \u00fcber keine besonderen Rechte, Privilegien und\/oder Aufgaben innerhalb der Netzwerks. Dieser Punkt ist zentral f\u00fcr die rechtliche Einordnung von Lightning.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B. Aufbau und Funktionsweise<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Lightning Netzwerk weist mehrere Ebenen auf, die jeweils informationstechnisch miteinander verkn\u00fcpft sind (\u00abvon unten nach oben\u00bb):<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Netzwerkebene<\/em> zwecks Interaktion mit TCP\/IP, Tor, DNS etc.;<\/li>\n\n\n\n<li><em>Nachrichten-Ebene<\/em> zwecks Verhandlung etwa des Nachrichtenformats;<\/li>\n\n\n\n<li><em>Peer-to-Peer(P2P)-Ebene<\/em> zwecks Kommunikation etwa der \u00d6ffnung und Schliessung von Zahlungskan\u00e4len;<\/li>\n\n\n\n<li><em>Routing-Ebene<\/em> zwecks \u00dcbermittlung von Zahlungen zwischen Netzwerkteilnehmern;<\/li>\n\n\n\n<li><em>Zahlungs-Ebene<\/em> zwecks Darstellung etwa von Zahlungsaufforderungen (sog. <em>Invoices<\/em>).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Lightning Protokoll f\u00fchrt keinen neuen \u00abCoin\u00bb oder \u00abToken\u00bb ein, sondern setzt auf die eingeschr\u00e4nkten Smart Contract-F\u00e4higkeiten des Bitcoin Protokolls. Technisch vereinfacht dargestellt werden bereits bestehende BTC auf der Bitcoin Blockchain (d.h. on-chain) innerhalb von Smart Contracts \u00abgesperrt\u00bb. Als Folge entstehen LNBTC, welche technisch den gesperrten BTC entsprechen.<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Die Sperrung \u00e4ndert an den quantitativen Eigenschaften der betreffenden BTC nichts (z.B. 0.1 LNBTC = 0.1 BTC) und verhindert entsprechend bis zu ihrer Aufhebung, dass die gesperrten BTC auf der Bitcoin Blockchain \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Nichtjuristisch gesprochen k\u00f6nnen LNBTC am ehesten als \u00abcodiertes\u00bb Lieferversprechen f\u00fcr die gesperrten BTC beschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als technische Primitive werden u.a. sog. <em>State Channels<\/em>, <em>Multisig-Adressen<\/em> und <em>Hash-Time Lock(ed) Contracts (HTLCs)<\/em> verwendet.<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Lightning etabliert mithilfe dieser Primitive topologisch ein <em>Multi-Hop<\/em>-Netzwerk aus unz\u00e4hligen Zahlungskan\u00e4len, deren prim\u00e4rer Zweck in der Weiterleitung von LNBTC-Zahlungen besteht. An einem einzelnen Zahlungskanal sind immer (und maximal) zwei Netzwerkteilnehmer beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1381\" srcset=\"https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.flockofideas.com\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lightning-Network_Eigene-Darstellung-1568x882.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, erhalten Netzwerkteilnehmer durch die Ausf\u00fchrung einer Software-Implementierung des Lightning Protokolls die M\u00f6glichkeit, Zahlungskan\u00e4le mit anderen Nodes zu er\u00f6ffnen (sog.&nbsp;<em>Funding Transactions<\/em>). Einmal er\u00f6ffnete Zahlungskan\u00e4le k\u00f6nnen hiernach dazu verwendet werden, LNBTC an Netzwerkteilnehmer zu \u00fcbertragen bzw. solche von Netzwerkteilnehmern zu empfangen sowie LNBTC im Netzwerk zu routen (sog. <em>Commitment Transactions<\/em>). W\u00e4hrend die Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals on-chain auf der Bitcoin Blockchain erfolgt und dort zu einem sog.&nbsp;<em>Shared State <\/em>der am Zahlungskanal beteiligten Parteien f\u00fchrt, wird der Zahlungskanal von den Teilnehmern off-chain innerhalb des Lightning Netzwerks unterhalten. Zahlungskan\u00e4le werden schliesslich on-chain entweder kooperativ oder durch technisches Erzwingen einer der beiden Netzwerkteilnehmer geschlossen (sog. <em>Closing Transactions<\/em>).<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Die Schliessung eines Zahlungskanals auf der Bitcoin Blockchain kann mit dem im traditionellen Finanzsystem existierenden \u00abBatching\u00bb von Handels- oder Zahlungsauftr\u00e4gen zu bestimmten Tageszeitpunkten basierend auf dem Nettoprinzip verglichen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Typischerweise initiiert der Empf\u00e4nger einer Zahlung die Transaktion mit dem Absender. Absender und Empf\u00e4nger m\u00fcssen einen Zahlungskanal nicht direkt miteinander unterhalten, sondern k\u00f6nnen f\u00fcr eine \u00dcbertragung auch Kan\u00e4le anderer Netzwerkteilnehmer in Anspruch nehmen (sog. <em>Routing<\/em>). Zu diesem Zweck erstellt der Empf\u00e4nger eine Zahlungsaufforderung (sog. <em>Invoice<\/em>), welche einen sog. <em>Payment Hash<\/em> beinhaltet, der daf\u00fcr verantwortlich ist, dass die vom Absender ausgel\u00f6ste Zahlung tats\u00e4chlich beim Empf\u00e4nger ankommt.<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Der Zahlungsprozess erfolgt informationstechnisch gesehen in <em>atomistischer<\/em> Weise (sog. <em>Atomic Swaps<\/em>). D.h., es kommt entweder zur erfolgreichen \u00dcbertragung an den intendierten Empf\u00e4nger oder es kommt gar keine \u00dcbertragung zustande (auch nicht an eine dazwischengeschaltete Node). Teil\u00fcbertragungen sind somit technisch ausgeschlossen.<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Bei erfolgreichem Routing werden auch alle vom Routing tangierten Zahlungskan\u00e4le aufgrund einer entsprechenden Commitment Transaction automatisch aktualisiert. Kanalbetreiber veranschlagen f\u00fcr das Routing von Transaktionen eine (in aller Regel sehr geringe) Geb\u00fchr, deren H\u00f6he \u2013 gleich wie das sog. <em>Mining<\/em> der Bitcoin Blockchain \u2013 der Logik eines Anbietermarkts folgt.<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die on-chain gesperrten BTC dienen als Verm\u00f6genswerte im Lightning Netzwerk. \u00dcbertragungen bzw. Transaktionen werden vom Lightning Protokoll <em>ad hoc<\/em> an den beabsichtigten Empf\u00e4nger geroutet. Die Teilnehmer des Netzwerks haben im Rahmen des Routings keine Zugriffm\u00f6glichkeit auf die Verm\u00f6genswerte der \u00fcbrigen Teilnehmer des Netzwerks.<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Selbst die eigenen BTC, deren Private Key vollumf\u00e4nglich und ausschliesslich sie kontrollieren, sind ihnen bis zur Schliessung des Zahlungskanals \u00abvorenthalten\u00bb. Netzwerkteilnehmer haben aufgrund der Verschl\u00fcsselung der Transaktionsdaten ferner auch keine Kenntnis \u00fcber den urspr\u00fcnglichen Absender und den finalen Empf\u00e4nger einer Zahlung (sog. <em>Onion Routing<\/em>).<a href=\"#_ftn22\" id=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">C.\u00a0Nutzungsformen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie eingangs erw\u00e4hnt, ist die Nutzung des Lightning Netzwerks relativ niederschwellig m\u00f6glich. Die daf\u00fcr erforderlichen technischen Kenntnisse und Hardware-Anforderungen sind je nach Nutzungsart unterschiedlich.<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Im Wesentlichen k\u00f6nnen zwei Formen der Nutzung unterschieden werden, wobei Mischformen in der Praxis existieren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nutzer k\u00f6nnen einerseits selbst\u00e4ndig eine Lightning Node betreiben. Diese Form der Nutzung kann als eigentliche bzw. direkte Teilnahme am Netzwerk bezeichnet werden. Nutzer halten in diesem Fall die verwendeten BTC bzw. LNBTC in einem Wallet, dessen Private Key sie selbst kontrollieren (sog. <em>Self-Hosted<\/em> bzw. <em>Non-Custodial Wallets<\/em>). Sie signieren Transaktionen mit dem Private Key und versenden sie sodann selbst\u00e4ndig an das Netzwerk. Sie verwalten in der Regel auch die Zahlungskan\u00e4le und sind gegebenenfalls f\u00fcr weitere Aspekte des Protokolls selbst verantwortlich. Die Nutzung erfolgt typischerweise entweder \u00fcber einen station\u00e4ren Computer (z.B. \u00abmyNode\u00bb oder \u00abUmbrel\u00bb) oder eine Wallet-Applikation (z.B. \u00abPhoenix\u00bb) auf dem Mobiltelefon.<\/li>\n\n\n\n<li>Demgegen\u00fcber greifen Nutzer, die keine Lightning Node betreiben wollen oder k\u00f6nnen, auf die Dienste von Drittpersonen zur\u00fcck, die ihrerseits eine Node betreiben. Typischerweise werden in diesem Fall Wallet-Anbieter verwendet, welche in unterschiedlichem Ausmass die technische Komplexit\u00e4t f\u00fcr die Nutzer abstrahieren. Eine solche Applikation wird typischerweise auf dem Mobiltelefon (z.B. \u00abBlueWallet\u00bb) oder webbasiert innerhalb des Internetbrowsers ausgef\u00fchrt. Solche Wallet-Anbieter f\u00fchren zum Zweck der technischen Ausl\u00f6sung von Transaktionen f\u00fcr ihre Kunden im Wesentlichen zwei Wallet-Typen:<ul><li>Im Falle von Self-Hosted Wallets \u00fcbernimmt der Wallet-Anbieter in der Regel lediglich die technische Ausl\u00f6sung einer Transaktion; er verf\u00fcgt hingegen nicht \u00fcber den Private Key des Nutzers.<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Falle von sog. <em>Hosted<\/em> bzw. <em>Custodial Wallets<\/em> kontrolliert der Wallet-Anbieter dar\u00fcber hinaus auch den Private Key. In letzterem Fall signiert der Wallet-Anbieter die Transaktion f\u00fcr seinen Kunden mit dem Private Key, nachdem dieser den Service Provider rechtsgesch\u00e4ftlich zur Signierungshandlung instruiert hat.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Nutzer, die keine eigene Node betreiben, sind mit anderen Worten auf die Dienste eines Wallet-Anbieters angewiesen, m\u00fcssen jedoch diesen nicht zwingend die Verwahrung der Verm\u00f6genswerte anvertrauen. Neben der technischen Ausl\u00f6sung von Transaktionen bieten solche Anbieter den Nutzern regelm\u00e4ssig auch die Verwaltung der Zahlungskan\u00e4le und weitere Dienstleistungen an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td colspan=\"4\">\u00dcbersicht der Nutzungsformen <em>(vereinfacht)<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;<\/strong><\/td><td><strong>\u00abTeilnahme\u00bb<br>am Netzwerk<\/strong><\/td><td colspan=\"2\"><strong>\u00abNutzung\u00bb des Netzwerks<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Lightning Node<\/strong><\/td><td>Eigene Node<\/td><td colspan=\"2\">Fremde Node<\/td><\/tr><tr><td><strong>Aufbewahrung Private Key<\/strong><\/td><td>Nutzer<\/td><td>Nutzer<\/td><td>Wallet-Anbieter<\/td><\/tr><tr><td><strong>Ausl\u00f6sung von Transaktionen<\/strong><\/td><td>Nutzer<\/td><td>i.d.R. Wallet-Anbieter<\/td><td>Wallet-Anbieter<\/td><\/tr><tr><td><strong>Verwaltung Zahlungskan\u00e4le (usw.)<\/strong><\/td><td>i.d.R. Nutzer<\/td><td>Wallet-Anbieter<\/td><td>Wallet-Anbieter<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">D. Herausforderungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die direkte Teilnahme am Lightning Netzwerk ist mit gewissen Anstrengungen verbunden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine Node hat einerseits immer online zu sein, um m\u00f6gliche Betrugsversuche im Rahmen der Schliessung von Zahlungskan\u00e4len durch die Gegenseite abwehren zu k\u00f6nnen. In der Praxis schaffen sog. <em>Watchtowers<\/em> Abhilfe, an welche die Beobachtung und Sanktionierung solcher Handlungen delegiert werden k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\">[24]<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Andererseits ist je nach den mit dem Betrieb einer Node verfolgten Ziele darauf zu achten, dass die Zahlungskan\u00e4le liquidit\u00e4tsm\u00e4ssig so verwaltet werden, dass eingehende und ausgehende Transaktionen kontinuierlich m\u00f6glich sind.<a href=\"#_ftn25\" id=\"_ftnref25\">[25]<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Generell ist es wichtig, dass die Node innerhalb des Netzwerks eine verl\u00e4ssliche Anbindung geniesst, damit Transaktionen ihren Weg ans Ziel finden.<a href=\"#_ftn26\" id=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Ferner muss auch beachtet werden, dass die im Smart Contract gesperrten BTC permanent online sind, was im Extremfall eines Cyberangriffs zum Verlust der Kryptoverm\u00f6genswerte f\u00fchren kann.<a href=\"#_ftn27\" id=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Programmier- und Designfehler k\u00f6nnen schliesslich nie vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden, wie praktische Erfahrungen zeigen.<a href=\"#_ftn28\" id=\"_ftnref28\">[28]<\/a> Wie immer bei Software sind darum regelm\u00e4ssige Aktualisierungen und Verbesserungen notwendig.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Nach dem Gesagten ist klar, dass die Komplexit\u00e4t der direkten Teilnahme am Lightning Netzwerk nicht zu untersch\u00e4tzen ist. Entsprechend nehmen viele Nutzer die Dienstleistungen von Wallet-Anbietern in Anspruch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E.\u00a0Anwendungsgebiete und Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p>Aufgrund der N\u00e4he zu Bitcoin ist es wenig \u00fcberraschend, dass Lightning in erster Linie ein globales Zahlungs- bzw. Transaktionsnetzwerk darstellt. Dabei sind die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten zahlreich: So k\u00f6nnen H\u00e4ndler LNBTC genauso wie BTC oder Fiatw\u00e4hrungen als Zahlungsmittel f\u00fcr ihre Waren und Dienstleistungen akzeptieren. Sodann bestehen Anwendungen im Mikrozahlungsbereich, die namentlich das Geben von Trinkgeldern an Twitter-Nutzer (z.B. \u00abtippin.me\u00bb), das Bezahlen von Streaming- (z.B. \u00fcber \u00abBreez\u00bb) oder von Social-Media-Inhalten (z.B. \u00abSphinx\u00bb) erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner erlauben die technischen Primitive von Lightning die Etablierung vollst\u00e4ndig dezentralisierter Handelsplattformen. Mithilfe der zugrundeliegenden Smart Contracts k\u00f6nnen etwa LNBTC gegen andere Kryptoverm\u00f6genswerte in atomistischer Weise und ohne R\u00fcckgriff auf einen Intermedi\u00e4r, der f\u00fcr die Handelsparteien die Verm\u00f6genswerte vorh\u00e4lt, getauscht werden.<a href=\"#_ftn29\" id=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schliesslich wird sodann mit \u00abTaro\u00bb ein Protokoll entwickelt, das die Herausgabe und \u00dcbertragung realer Verm\u00f6genswerte, wie etwa von Stablecoins, Aktien und Rechten an Kunstwerken in Form von Non-Fungible Tokens (NFTs), \u00fcber das Lightning Netzwerk realisieren will.<a href=\"#_ftn30\" id=\"_ftnref30\">[30]<\/a> Taro greift somit das Bed\u00fcrfnis der Tokenisierung von Verm\u00f6genswerten auf, die auf anderen Blockchains, wie namentlich Ethereum, bereits grosse Verbreitung gefunden hat. \u00c4hnlich zu fr\u00fcheren Protokollen, wie etwa \u00abColored Coins\u00bb<a href=\"#_ftn31\" id=\"_ftnref31\">[31]<\/a> oder \u00abCounterparty\u00bb<a href=\"#_ftn32\" id=\"_ftnref32\">[32]<\/a>, nutzt Taro die Bitcoin Blockchain f\u00fcr die Herausgabe von Verm\u00f6genswerten, setzt aber neu f\u00fcr deren \u00dcbertragung auf das Lightning Netzwerk. Ein Grossteil der f\u00fcr die Identifikation der tokenisierten Verm\u00f6genswerte notwendigen Informationen speichert Taro off-chain und somit in effizienter Form ausserhalb der Bitcoin Blockchain ab.<a href=\"#_ftn33\" id=\"_ftnref33\">[33]<\/a> Neben einer Taro-f\u00e4higen Wallet ist typischerweise eine weitere Voraussetzung f\u00fcr einen erfolgreichen Versand und Empfang der tokenisierten Verm\u00f6genswerte, dass darauf ausgerichtete Lightning Nodes eine \u00dcbersetzung bzw. R\u00fcck\u00fcbersetzung zu LNBTC sicherstellen.<a href=\"#_ftn34\" id=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Im \u00dcbrigen folgen Taro-basierte Transaktionen denselben Regeln wie herk\u00f6mmliche LNBTC-Transaktionen. Sie sind insbesondere atomistisch. Allerdings erkennen in der Regel gew\u00f6hnliche Lightning Routing Nodes nicht, dass eine spezifische LNBTC-Transaktion die \u00dcbertragung eines tokenisierten Verm\u00f6genswerts (mit)beinhaltet. Taro soll darum mehr Privatsph\u00e4re im Vergleich zu den erw\u00e4hnten Vorl\u00e4uferprotokollen gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche und weitere Applikationen auf Lightning machen deutlich, dass das Netzwerk letztlich als <em>Infrastruktur<\/em> f\u00fcr davon unabh\u00e4ngige Gesch\u00e4ftsmodelle fungiert. Lightning erm\u00f6glicht wie Bitcoin aufgrund offener Standards die freie und interoperable Innovation. Solche offenen Systeme sind \u2013 anders als die meisten propriet\u00e4ren Systeme der heutigen Finanzwelt \u2013 gegen\u00fcber dem konkreten Verwendungszweck \u00abagnostisch\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">II. Rechtliche Einordnung<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">A. Qualifikation von LNBTC<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der erste Teil der rechtlichen Einordnung des Lightning Netzwerks befasst sich mit der finanzmarktrechtlichen Qualifikation von LNBTC unter Ber\u00fccksichtigung der zu sog. <em>Initial Coin Offerings (ICOs) <\/em>entwickelten Praxis der FINMA.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Keine Effekte<\/h3>\n\n\n\n<p>Als Effekten i.S.v. Art. 2 lit. b FinfraG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 FinfraV gelten vereinheitlichte und zum massenweisen Handel geeignete Wertpapiere, Wertrechte, insbesondere einfache Wertrechte nach Art.&nbsp;973c OR und Registerwertrechte nach Art. 973d OR, sowie Derivate und Bucheffekten. Effekten gelten als vereinheitlicht und zum massenweisen Handel geeignet, wenn sie in gleicher Struktur und St\u00fcckelung \u00f6ffentlich angeboten oder bei mehr als 20 Kunden platziert werden, sofern sie nicht f\u00fcr einzelne Gegenparteien besonders geschaffen werden. Der Effektenbegriff hat somit eine formale (Erscheinungsform) und eine inhaltliche Seite (Recht). Die Rechte haben zudem einen Bezug zum <em>Kapitalmarkt <\/em>aufzuweisen.<a href=\"#_ftn35\" id=\"_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anlage-Token treten nach der Praxis der FINMA insbesondere im wertpapierrechtlichen Kleid des (einfachen) Wertrechts (bzw. neu des Registerwertrechts) auf. Zudem weisen Anlage-Token einen Anlagezweck auf.<a href=\"#_ftn36\" id=\"_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> Ein rein subjektiver spekulativer Erwerbszweck des Tokeninhabers, der sich eine Preissteigerung erhofft, gen\u00fcgt f\u00fcr sich alleine nicht, um den Anlagezweck zu begr\u00fcnden (so werden namentlich auch Bitcoin, gute Bordeaux-Rotweine und Oldtimer-Fahrzeuge mit \u00e4hnlicher Motivation erworben und gehalten). Anlage-Token sind nach Auffassung der FINMA Effekten.<a href=\"#_ftn37\" id=\"_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a> Allerdings sind Anlage-Token ohne Effektennatur ohne Weiteres denkbar (z.B. f\u00fcr einzelne Gegenparteien besonders geschaffene Derivate<a href=\"#_ftn38\" id=\"_ftnref38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> oder tokenisierte \u00abphysische Wertgegenst\u00e4nde\u00bb<a href=\"#_ftn39\" id=\"_ftnref39\"><sup>[39]<\/sup><\/a>, die nicht dem Kapitalmarkt zuzuordnen sind).<a href=\"#_ftn40\" id=\"_ftnref40\"><sup>[40]<\/sup><\/a> Obschon f\u00fcr die FINMA die wirtschaftliche Funktion eines Token im Vordergrund steht,<a href=\"#_ftn41\" id=\"_ftnref41\">[41]<\/a> weist der gesetzliche Effektenbegriff eindeutige Konturen auf: Auf jeden Fall muss im Token ein Recht verk\u00f6rpert sein, das Ausfluss einer rein privatautonom \u2013 explizit oder implizit \u2013 geregelten oder aber gesetzlichen Rechtsbeziehung (z.B. tokenisierte Aktie) ist. Die Rechtsbeziehung manifestiert sich darin, dass ein Token dann nicht als Effekte qualifiziert, wenn die Existenz der Emittentin eine Bedingung f\u00fcr die Durchsetzbarkeit des Rechtsanspruchs darstellt. Letztlich ist darum grunds\u00e4tzlich weiterhin \u2013 und damit kumulativ \u2013 von der Notwendigkeit eines (irgendwie gearteten) Rechtsanspruchs (gegen eine irgendwie geartete Rechtspers\u00f6nlichkeit oder Gruppe von Rechtspers\u00f6nlichkeiten) auszugehen.<a href=\"#_ftn42\" id=\"_ftnref42\"><sup>[42]<\/sup><\/a> Der Wert eines solchen emittentenspezifischen Tokens leitet sich im Wesentlichen aus der operativen T\u00e4tigkeit des Emittenten oder aus dem Wert der vom Emittenten gehaltenen Verm\u00f6genswerte (z.B. Grundst\u00fccke) ab. Allerdings sind Token, die ein Recht verk\u00f6rpern, aber <em>keinen<\/em> Anlage- oder Finanzierungszweck aufweisen, gerade im Zahlungsmittelbereich ohne Weiteres vorstellbar (z.B. ein Stablecoin in Form einer Publikumseinlage oder Schuldverschreibung). Zusammenfassend m\u00fcssen Anlage-Token nicht nur einen Anlage- bzw. Finanzierungszweck und somit einen Kapitalmarktbezug aufzuweisen, sondern vom Herausgeber auch mit einem Recht verbunden werden. Dar\u00fcber hinaus muss f\u00fcr das Vorliegen einer Effekte das Recht bzw. der Anspruch fungibel und somit (frei) \u00fcbertragbar bzw. handelbar sein, andernfalls fehlt es an der Eignung zum massenweisen Handel i.S.v. Art.&nbsp;2 lit.&nbsp;b FinfraG.<a href=\"#_ftn43\" id=\"_ftnref43\">[43]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>LNBTC stellen namentlich aus zwei Gr\u00fcnden keine Effekten dar: Erstens verk\u00f6rpern LNBTC keine Rechte, auch nicht zwischen den an einem Kanal beteiligten Personen. Die an einem Kanal beteiligten Nodes wissen regelm\u00e4ssig nicht um die Identit\u00e4t der anderen Seite; gleichzeitig fehlt es auch am Willen, sich rechtlich zu binden. Mit anderen Worten, vorbehaltlich besonderer Vereinbarungen, kommt trotz technischer N\u00e4he kein Vertragsverh\u00e4ltnis zwischen den Node-Betreibern zustande. Ohne besondere Vorkehrungen verbinden sich Nodes zuf\u00e4lligerweise nach den im Protokoll vorgegebenen Regeln.<a href=\"#_ftn44\" id=\"_ftnref44\">[44]<\/a> Unter diesen Umst\u00e4nden ist regelm\u00e4ssig nicht vom Vorliegen eines Rechts bzw. Anspruchs auszugehen. Zweitens ist mit LNBTC kein Anlage- und\/oder Finanzierungszweck<a href=\"#_ftn45\" id=\"_ftnref45\">[45]<\/a> verbunden, wie er insbesondere mit der Ausgabe und dem Erwerb von Aktien und Obligationen verfolgt wird. Es fehlt somit an einem Kapitalmarktbezug, wie er f\u00fcr den Effektenbegriff vorauszusetzen ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Kein Derivat<\/h3>\n\n\n\n<p>Derivate oder Derivatgesch\u00e4fte i.S.v. Art. 2 lit. c FinfraG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 FinfraV sind Finanzkontrakte, deren Wert von einem oder mehreren Basiswerten abh\u00e4ngt und die kein Kassagesch\u00e4ft darstellen. Es handelt sich dabei um bilaterale Vertr\u00e4ge, deren Preis von (i)&nbsp;Verm\u00f6genswerten, wie Aktien, Obligationen, Rohstoffen und Edelmetallen, oder (ii)&nbsp;Referenzwerten, wie W\u00e4hrungen, Zinsen und Indizes, abgeleitet wird. Die derivative Komponente besteht in der Regel aus einer Termin- oder Optionskomponente.<a href=\"#_ftn46\" id=\"_ftnref46\"><sup>[46]<\/sup><\/a> Bei lediglich <em>teilweisem<\/em> Vorliegen eines derivativen Elements bei einem Finanzinstrument ist hingegen regelm\u00e4ssig nicht von einem Derivatkontrakt auszugehen (so z.B. Wandelanleihen).<a href=\"#_ftn47\" id=\"_ftnref47\">[47]<\/a> Nicht als Derivate gelten u.a. Kassagesch\u00e4fte und somit Gesch\u00e4fte, die innerhalb kurzer Frist abgewickelt werden (Art. 2 Abs. 3 lit. a und Abs. 4 FinfraV). Ebenso wenig gelten als Derivate Konstrukte rechtlicher oder faktischer Natur, die ein bestehendes Recht lediglich abbilden, repr\u00e4sentieren bzw. spiegeln.<a href=\"#_ftn48\" id=\"_ftnref48\">[48]<\/a> Das derivative Finanzinstrument muss sodann nach richtiger Auffassung seinerseits handelbar sein, so dass parallel ein Markt f\u00fcr das Derivat und den Basiswert existiert. Die beiden M\u00e4rkte, die eine gewisse Liquidit\u00e4t und somit regelm\u00e4ssige Preisstellung aufweisen m\u00fcssen, bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.<a href=\"#_ftn49\" id=\"_ftnref49\"><sup>[49]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Derivate k\u00f6nnen sodann als Effekten qualifizieren, wenn sie vereinheitlicht und zum massenweisen Handel geeignet sind. Letztlich verk\u00f6rpern Derivate mit Effektenqualit\u00e4t ein Forderungsrecht gegen\u00fcber dem Emittenten des Finanzinstruments.<a href=\"#_ftn50\" id=\"_ftnref50\"><sup>[50]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht ausgeschlossen, dass Token bzw. der ihnen zugrundeliegende Smart Contract einen \u00abhandelbaren Leistungsanspruch\u00bb<a href=\"#_ftn51\" id=\"_ftnref51\"><sup>[51]<\/sup><\/a> bzw. sogar ein gesamtes Vertragsverh\u00e4ltnis<a href=\"#_ftn52\" id=\"_ftnref52\">[52]<\/a> abbilden und somit ein Derivatgesch\u00e4ft darstellen. Hinsichtlich LNBTC fehlt es allerdings bereits an der Verk\u00f6rperung eines Rechtsanspruchs. Denn LNBTC sind, wie unten noch ausgef\u00fchrt wird, BTC gleichzustellen; es handelt sich bei ihnen namentlich um BTC, die in einem Smart Contract gesperrt sind. In diesem Sinne werden die gesperrten BTC durch die LNBTC lediglich \u00abgespiegelt\u00bb. LNBTC weisen sodann keine vertraglichen Konditionen auf, wonach ihr Preis von der gegebenenfalls zeitlich bedingten Preisentwicklung von BTC abgeleitet wird. Da es sich in beiden F\u00e4llen letztlich um <em>dieselbe<\/em> Kryptow\u00e4hrung handelt, fehlt es bereits an einem Basiswert und somit an einer derivativen Komponente. Hinzukommt auch, dass in vertraglicher Hinsicht weder eine Termin- noch eine Optionskomponente besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Annahme, dass zwischen den an einem Kanal beteiligten Nodes ein (auf Dauer angelegtes) bilaterales Derivatgesch\u00e4ft zustande kommt, ist nach vorliegender Ansicht ebenfalls abzulehnen. Namentlich ist das Bestehen von vertraglichen Leistungspflichten, deren Wert von einem Basiswert abh\u00e4ngt, nicht gegeben.<a href=\"#_ftn53\" id=\"_ftnref53\"><sup>[53]<\/sup><\/a> Das Lightning Protokoll vermittelt den Netzwerkteilnehmern keine Anspr\u00fcche gegen\u00fcber anderen Teilnehmern beispielsweise auf Lieferung von BTC oder einen allf\u00e4lligen Barausgleich zwischen LNBTC und BTC. Die Routing-Geb\u00fchren stehen sodann ohne besondere Vorkehrungen in einer Beziehung zum gerouteten Transaktionswert (und nicht etwa zu einem allf\u00e4lligen Basiswert).<a href=\"#_ftn54\" id=\"_ftnref54\"><sup>[54]<\/sup><\/a> Bei Bedarf k\u00f6nnen die gesperrten BTC durch eine entsprechende Closing Transaction lediglich wieder on-chain verf\u00fcgbar gemacht werden. Die entsperrten BTC werden in diesem Fall nicht von dem am Kanal beteiligten Netzwerkteilnehmer oder einem Dritten geliefert, sondern entsprechend dem Kontostand gem\u00e4ss letzter Commitment Transaction durch den betreffenden Lightning Node-Betreiber selbst \u00abausgel\u00f6st\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Schliesslich verfolgen Inhaber von LNBTC in aller Regel keine f\u00fcr Derivatgesch\u00e4fte typische Strategien, wie etwa das Hedging, die Arbitrage oder die Spekulation bzw. Kapitalanlage.<a href=\"#_ftn55\" id=\"_ftnref55\"><sup>[55]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Kein Stablecoin<\/h3>\n\n\n\n<p>Es dr\u00e4ngt sich in einem weiteren Schritt die Abgrenzung auf zwischen herk\u00f6mmlichen Zahlungs-Token (siehe sogleich) und Token mit Zahlungsmittelcharakter, die R\u00fcckzahlungs- bzw. Einl\u00f6sungs- oder Herausgabeanspr\u00fcche der Inhaber verk\u00f6rpern, namentlich in Form von \u00abStablecoins\u00bb.<a href=\"#_ftn56\" id=\"_ftnref56\">[56]<\/a> Nach der Auffassung der FINMA werden Stablecoins, indem sie in irgendeiner Form an einen m\u00f6glichst preisstabilen Verm\u00f6genswert angebunden werden, mit dem Ziel der erh\u00f6hten Wertstabilit\u00e4t ausgegeben.<a href=\"#_ftn57\" id=\"_ftnref57\">[57]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>LNBTC ist nach vorliegender Auffassung kein Stablecoin, f\u00fcr welchen ein \u00abalternativer Stabilisierungsmechanismus\u00bb<a href=\"#_ftn58\" id=\"_ftnref58\">[58]<\/a> besteht, denn die \u00abSpiegelung\u00bb von LNBTC mit BTC bezweckt nicht die Wertstabilit\u00e4t des Token.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5. Vorliegen eines Zahlungs-Tokens<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei den durch das Lightning Protokoll verf\u00fcgbar gemachten LNBTC handelt es sich technisch gesehen um BTC.Die Funding und Closing Transactions sind letztlich gew\u00f6hnliche On-chain-Transaktionen mit BTC. Die Verwendung eines entsprechenden Skripts f\u00fchrt zur \u00abSperrung\u00bb der an die Multisig-Adresse \u00fcbertragenen BTC bzw. der entsprechenden \u00abUnspent Transaction Outputs\u00bb (UTXOs). Mit \u00abgesperrt\u00bb ist gemeint, dass die an einem Zahlungskanal beteiligten Personen nicht anderweitig \u00fcber die BTC on-chain oder off-chain (z.B. f\u00fcr die Er\u00f6ffnung eines weiteren Kanals) verf\u00fcgen k\u00f6nnen. Die gesperrten BTC sind lediglich im Rahmen des er\u00f6ffneten Zahlungskanals verwendbar. Die Sperrung geht darum logischerweise auch nicht mit einer Ausweitung der BTC-Geldmenge einher (z.B. durch Teildeckung der gesperrten BTC).<a href=\"#_ftn59\" id=\"_ftnref59\"><sup>[59]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Kategorie der Kryptow\u00e4hrungen bzw. Zahlungs-Token werden gem\u00e4ss FINMA-Praxis Token zugeordnet, die tats\u00e4chlich oder der Absicht des Organisators nach als Zahlungsmittel f\u00fcr den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen akzeptiert werden oder der Geld- und Wert\u00fcbertragung dienen sollen. Solche Token vermitteln keine Anspr\u00fcche (und somit Rechte) gegen\u00fcber einem Emittenten.<a href=\"#_ftn60\" id=\"_ftnref60\"><sup>[60]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bei LNBTC handelt es sich letztlich um gesperrte BTC, die nach den Regeln des Lightning Protokolls zu \u00fcbertragen sind. Sie sind vereinfacht gesagt ein \u00abtechnisches Beweisst\u00fcck\u00bb f\u00fcr die gesperrte Position, das seinerseits aber \u00fcbertragbar ist. Wer protokollbedingt \u00fcber die LNBTC verf\u00fcgt, kann die entsprechenden BTC bei Bedarf wieder \u00abfreischalten\u00bb. Ferner weisen sie denselben Zahlungscharakter wie BTC auf. LNBTC erm\u00f6glichen darum ebenfalls den Erwerb von Waren und Dienstleistungen und\/oder die Geld- und Wert\u00fcbertragung. Die im ersten Teil des Beitrages angef\u00fchrten Anwendungsgebiete veranschaulichen dies.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">6. Zwischenfazit<\/h3>\n\n\n\n<p>LNBTC entstehen durch die Sperrung von BTC in einem Smart Contract auf der Bitcoin Blockchain. LNBTC sind technisch betrachtet BTC, die in erster Linie den Regeln des Lightning Protokolls folgen. Es kann somit festgestellt werden, dass LNBTC ebenfalls als herk\u00f6mmliche Zahlungs-Token qualifizieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B. Teilnahme am Lightning Netzwerk<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der zweite Teil der rechtlichen Einordnung des Lightning Netzwerks befasst sich mit dem Betrieb einer Lightning Node und damit der direkten Teilnahme am Netzwerk. Es wird demgegen\u00fcber nachfolgend nicht auf den Anwendungsfall eingegangen, dass das Lightning Netzwerk f\u00fcr die Herausgabe und \u00dcbertragung von Finanzinstrumenten oder Effekten eingesetzt wird. Ebenfalls nicht Gegenstand dieses Beitrages ist die Qualifikation der T\u00e4tigkeiten von Wallet-Anbietern, die den Private Key von Nutzern aufbewahren und\/oder Transaktionen technisch f\u00fcr Kunden ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. M\u00f6gliche Ankn\u00fcpfungskriterien<\/h3>\n\n\n\n<p>Die schweizerische Finanzmarktregulierung weist heute grunds\u00e4tzlich eine Mischung aus Personen- und Aktivit\u00e4tsbezogenheit auf: Die relevante Aktivit\u00e4t muss von einer Person oder Gruppe miteinander verbundener Personen ausgehen.<a href=\"#_ftn61\" id=\"_ftnref61\">[61]<\/a> Technologie, Software und somit Smart Contracts als solche sind grunds\u00e4tzlich nicht Gegenstand der Ankn\u00fcpfung der Finanzmarktregulierung.<a href=\"#_ftn62\" id=\"_ftnref62\">[62]<\/a> Ein (allzu) technologiespezifischer Ansatz w\u00fcrde ein Bruch mit \u00fcberkommenen Regulierungsprinzipien darstellen. In praktischer Hinsicht liegt aber jedem Regulierungsentscheid eine implizite technologische Wertung zugrunde.<a href=\"#_ftn63\" id=\"_ftnref63\">[63]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Betrieb einer Lightning Node hat in finanzmarktrechtlicher Hinsicht insbesondere gewisse \u00c4hnlichkeiten mit:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>der <em>Ausgabe eines Zahlungsmittels<\/em> (Verf\u00fcgbarmachung von LNBTC durch die Sperrung von BTC in Smart Contracts);<\/li>\n\n\n\n<li>dem <em>Betrieb eines Zahlungssystems<\/em> (Teilnahme am Netzwerk als eine Node und Routing von Zahlungen);<\/li>\n\n\n\n<li>dem <em>Geld- oder Wert\u00fcbertragungsgesch\u00e4ft<\/em> (Routing von Zahlungen);<\/li>\n\n\n\n<li>der <em>Hilfe bei der \u00dcbertragung virtueller W\u00e4hrungen an Drittpersonen<\/em> (Routing von Zahlungen);<\/li>\n\n\n\n<li>der <em>Entgegennahme von Publikumseinlagen<\/em> (Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals und Routing von Zahlungen).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Ausgabe eines Zahlungsmittels i.S.d. GwG<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Sperrung von BTC in Smart Contracts zwecks Verf\u00fcgbarmachung von LNBTC hat \u00c4hnlichkeiten mit der geldw\u00e4schereirechtlich relevanten Ausgabe eines Zahlungsmittels.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Betrieb eines Zahlungssystems (siehe hierzu unten) ist grunds\u00e4tzlich von der Ausgabe eines Zahlungsmittels i.S.v. Art. 2 Abs. 3 lit. b GwG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. c GwV i.V.m. FINMA-RS 11\/1, Rz.&nbsp;63 ff. zu unterscheiden. Als nicht in Bargeld bestehende Zahlungsmittel gelten insbesondere Kreditkarten, Reisechecks und virtuelle W\u00e4hrungen, die tats\u00e4chlich oder nach der Absicht des Organisators oder Herausgebers als Zahlungsmittel f\u00fcr den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen eingesetzt werden oder der Geld- und Wert\u00fcbertragung dienen (Art. 4 Abs. 1<sup>bis<\/sup> GwV).<\/p>\n\n\n\n<p>Die mit der Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals (Funding Transaction) verbundene Verf\u00fcgbarmachung von LNBTC ist nach vorliegender Auffassung nicht als die Ausgabe von LNBTC aufzufassen. Die Ausgabe muss sachlogisch eine Erh\u00f6hung der Umlaufmenge des betreffenden Zahlungsmittels zur Folge haben.<a href=\"#_ftn64\" id=\"_ftnref64\"><sup>[64]<\/sup><\/a> LNBTC stellen jedoch lediglich in einer Multisig-Adresse gesperrte BTC dar, welche vom verteilten Bitcoin Netzwerk <em>bereits<\/em> ausgegeben worden sind. Augenscheinlich sind sodann die Betreiber einer Lightning Node nicht f\u00fcr die Ausgabe von BTC verantwortlich. BTC werden ausschliesslich im Rahmen des Konsensmechanismus (\u00abMining\u00bb) durch die Teilnehmer des Bitcoin Netzwerks gesch\u00f6pft.<a href=\"#_ftn65\" id=\"_ftnref65\">[65]<\/a> Das Bitcoin Netzwerk bzw. die einzelnen Netzwerkteilnehmer gelten nach \u00fcberwiegender Auffassung in der Lehre indessen nicht als mit gemeinschaftlichem Rechtsbindungswillen agierender Emittent von BTC.<a href=\"#_ftn66\" id=\"_ftnref66\">[66]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sollte man zur Auffassung gelangen, dass bei Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals ein Zahlungsmittel ausgegeben wird, so k\u00f6nnte ein Node-Betreiber in Analogie zu Kreditkartensystemen als nichtunterstellter Acquirer (im Gegensatz zum unterstellten Issuer) qualifiziert werden.<a href=\"#_ftn67\" id=\"_ftnref67\"><sup>[67]<\/sup><\/a> Das Bitcoin Netzwerk bzw. dessen Teilnehmer w\u00e4ren sodann als \u00abIssuer\u00bb zu qualifizieren, was aber aus dem oben erw\u00e4hnten Grund als nicht zielf\u00fchrend zu erachten ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Betreiben eines Zahlungssystems i.S.d. GwG<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">a) Vorbemerkungen<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Teilnahme am Lightning Netzwerk durch den Betrieb einer Node inklusive Routing von Drittzahlungen k\u00f6nnte als geldw\u00e4schereirechtlich relevantes Betreiben eines Zahlungssystems qualifiziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Fehlt es an der Ausgabe eines Zahlungsmittels (siehe hierzu oben), stellt sich die Frage, ob damit \u00fcberhaupt noch ein Zahlungssystem vorliegen kann. Die FINMA spricht davon, dass der Begriff des Zahlungsmittels \u00abin Erg\u00e4nzung zu den Zahlungssystemen verstanden werden\u00bb soll.<a href=\"#_ftn68\" id=\"_ftnref68\"><sup>[68]<\/sup><\/a> Ob damit kumulativ die Ausgabe eines Zahlungsmittels und der Betrieb eines Zahlungssystems vorauszusetzen sind, scheint nicht ganz klar zu sein. Aus der ICO-Wegleitung der FINMA ergibt sich jedoch, dass die Aufsichtsbeh\u00f6rde <em>bereits<\/em> die Ausgabe von Zahlungs-Token, die auf einer Blockchain-Infrastruktur \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen, als unterstellungspflichtige T\u00e4tigkeit auffasst.<a href=\"#_ftn69\" id=\"_ftnref69\"><sup>[69]<\/sup><\/a>In der Literatur wird hingegen geltend gemacht, dass die Ausgabe eines Zahlungsmittels f\u00fcr sich alleine noch nicht als finanzintermedi\u00e4re T\u00e4tigkeit qualifiziert, sondern dar\u00fcber hinaus auch eine gewisse Involvierung des Emittenten in den Zahlungsabwicklungsprozess zwischen Vertragspartei und Dritten notwendig ist.<a href=\"#_ftn70\" id=\"_ftnref70\">[70]<\/a> F\u00fcr Lightning ist der Schwerpunkt jedoch eher beim (blossen) Betrieb eines Zahlungssystems als der Ausgabe eines Zahlungsmittels zu verorten, weshalb die Abgrenzung vorliegend von untergeordneter Bedeutung zu sein scheint.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Betreiben eines Zahlungssystems i.S.v. Art. 2 Abs. 3 lit. b GwG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit.&nbsp;c GwV i.V.m. FINMA-RS 11\/1, Rz.&nbsp;63 ff. ist gem\u00e4ss Praxis der FINMA dem GwG unterstellt, wenn es von einer Organisation betrieben wird, welche nicht mit den Benutzern des Zahlungssystems identisch ist (beispielsweise K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer einer Ware). Darunter fallen Systeme, die entweder das Zugreifen auf ein aufgrund einer Datenspeicherung verf\u00fcgbares Guthaben (wiederaufladbarer E-Money-Datentr\u00e4ger, Debitkarten) oder das Speichern einer Schuld, welche anschliessend vom Betreiber des Zahlungssystems in Rechnung gestellt wird (Kreditkarten, Warenhauskarten in Dreiparteienverh\u00e4ltnissen usw.), erm\u00f6glichen (FINMA-RS 11\/1, Rz.&nbsp;65).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">b) Organisation<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit dem Begriff der Organisation ist die Erwartung einer zentralisierten Struktur verbunden. In Anlehnung an die \u00abEinrichtung\u00bb gem\u00e4ss Art. 81 FinfraG sollte auch f\u00fcr das GwG eine gewisse organisatorische und strukturelle Zentralisierung des Zahlungssystems vorausgesetzt werden.<a href=\"#_ftn71\" id=\"_ftnref71\"><sup>[71]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Lightning Netzwerk wird in den Computerwissenschaften als dezentrales bzw. verteiltes Netzwerk bezeichnet: Je nach Blickwinkel weist das Netzwerk eine P2P-Topologie (im Bereich der Kommunikation) oder aber eine verteilte Topologie mit einigen gr\u00f6sseren Nodes (im Bereich der Zahlungskan\u00e4le) auf.<a href=\"#_ftn72\" id=\"_ftnref72\"><sup>[72]<\/sup><\/a> Wie bei \u00f6ffentlichen Blockchains ist keine Einzelperson oder Gruppe von Personen, die miteinander rechtlich oder wirtschaftlich verbunden sind, f\u00fcr das Gesamtnetzwerk verantwortlich. Dies zeigt sich bereits daran, dass die Ausf\u00fchrung des Software Clients oder die Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals nicht der Zustimmung eines zentralen \u00abBetreibers\u00bb bedarf. Im Ergebnis f\u00fchren Node-Betreiber zwar den Software Client des Lightning Protokolls aus, dies alleine f\u00fchrt aber offensichtlich noch nicht zum Betrieb des Gesamtsystems \u00abLightning\u00bb, das \u00fcber abertausende Nodes und Zahlungskan\u00e4le verf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner darf die betreibende Organisation nicht mit den Benutzern des Zahlungssystems identisch sein. Als Benutzer des Zahlungssystems gelten grunds\u00e4tzlich der Verk\u00e4ufer und der K\u00e4ufer einer Ware. Die Rolle der betreibenden Organisation scheint demgegen\u00fcber nach Auffassung der FINMA rein intermedi\u00e4rer Natur zu sein, wobei die Benutzer typischerweise \u00fcber Zahlungskonten bei der Betreiberin verf\u00fcgen. Der Betrieb einer Lightning Node f\u00fchrt demgegen\u00fcber dazu, dass der Betreiber selbst zum Benutzer des Systems wird: Ein H\u00e4ndler etwa, der f\u00fcr den Empfang von LNBTC im Austausch f\u00fcr seine Waren und Dienstleistungen eine Lightning Wallet verwendet, betreibt je nach Applikation eine eigene Node innerhalb des Netzwerks. Eine solche Konstellation schliesst \u2013 zumindest ausserhalb des Routings von Drittzahlungen \u2013 begrifflich das Vorliegen eines geldw\u00e4schereirechtlich unterstellten Zahlungssystem aus.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">c) Zahlungssystem<\/h4>\n\n\n\n<p>Als Zahlungssysteme qualifizieren gem\u00e4ss Praxis der FINMA \u00abSysteme, die entweder das Zugreifen auf ein aufgrund einer Datenspeicherung verf\u00fcgbares Guthaben (wiederaufladbarer E-Money-Datentr\u00e4ger, Debitkarten) oder das Speichern einer Schuld, welche anschliessend vom Betreiber des Zahlungssystems in Rechnung gestellt wird (Kreditkarten, Warenhauskarten in Dreiparteienverh\u00e4ltnissen usw.), erm\u00f6glichen\u00bb (FINMA-RS 11\/1, Rz.&nbsp;65).<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dieser Umschreibung eines unterstellungspflichtigen Zahlungssystems kennt das Geldw\u00e4schereirecht keine Legaldefinition des Zahlungssystems selbst. Behelfsweise kann auch hier auf das FinfraG zur\u00fcckgegriffen werden. Nach Art. 81 FinfraG gilt als Zahlungssystem eine Einrichtung, die gest\u00fctzt auf einheitliche Regeln und Verfahren Zahlungsverpflichtungen abrechnet und abwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob das Lightning Protokoll tats\u00e4chlich \u00abeinheitliche Regeln und Verfahren\u00bb f\u00fcr Abrechnung und Abwicklung von Zahlungsverpflichtungen aufstellt, ist fraglich.<a href=\"#_ftn73\" id=\"_ftnref73\"><sup>[73]<\/sup><\/a> Die jeweils <em>bilateral<\/em> unterhaltenen Zahlungskan\u00e4le k\u00f6nnen unterschiedliche Regeln f\u00fcr das Routing von LNBTC vorsehen, dies z.B. aufgrund unterschiedlicher Software Clients oder individueller Parametrisierung der Zahlungskan\u00e4le durch die Betreiberin. W\u00e4hrend es zwar die standardisierten BOLT-Vorgaben gibt, existiert keine Referenzimplementierung des Lightning Protokolls. Generell besteht denn auch anders als in Bitcoin kein Bed\u00fcrfnis nach Einhaltung gemeinsamer \u00abKonsensregeln\u00bb.<a href=\"#_ftn74\" id=\"_ftnref74\"><sup>[74]<\/sup><\/a> Typischerweise unterstellen sich die Teilnehmer eines Kanals auch nicht vertraglich vordefinierten Abrechnungs- und Abwicklungsregeln. Es fehlt diesbez\u00fcglich regelm\u00e4ssig bereits an einem Rechtsbindungswillen der Netzwerkteilnehmer. Von einem einheitlichen Regelwerk, das f\u00fcr alle oder wenigstens viele Teilnehmer gilt, kann darum eher nicht gesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die FINMA verlangt sodann f\u00fcr das Vorliegen eines geldw\u00e4schereirechtlich relevanten Zahlungssystems, dass das System den Zugriff auf ein mittels Datenspeicherung verf\u00fcgbares Guthaben oder das Speichern einer Schuld erm\u00f6glicht, welche anschliessend vom Betreiber des Zahlungssystems in Rechnung gestellt wird.<a href=\"#_ftn75\" id=\"_ftnref75\"><sup>[75]<\/sup><\/a>Guthaben und Schulden liegen in traditionellen Zahlungssystemen jeweils bei den Benutzern des Zahlungssystems vor; die Betreiberin des Zahlungssystems wird regelm\u00e4ssig als Gegenpartei der Forderung bzw. der Verbindlichkeit gest\u00fctzt auf ein vertragliches Rechtsverh\u00e4ltnis auftreten.<a href=\"#_ftn76\" id=\"_ftnref76\"><sup>[76]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Lightning Netzwerk werden demgegen\u00fcber weder Guthaben (verstanden als Forderungen gegen eine Person) noch Schulden (verstanden als Verbindlichkeiten einer Person) \u00abgespeichert\u00bb.<a href=\"#_ftn77\" id=\"_ftnref77\">[77]<\/a> Das Netzwerk weist ausserdem keine globale Sicht von \u00abGuthaben\u00bb und \u00abSchulden\u00bb auf, wie es f\u00fcr zentralisierte Zahlungssysteme typisch ist.<a href=\"#_ftn78\" id=\"_ftnref78\">[78]<\/a> Mit anderen Worten verf\u00fcgt ein einzelner Node-Betreiber immer nur \u00fcber eine gesicherte Sicht des \u00abKontostandes\u00bb des eigenen Zahlungskanals,<a href=\"#_ftn79\" id=\"_ftnref79\">[79]<\/a> wohingegen die \u00abKontost\u00e4nde\u00bb der \u00fcbrigen Teilnehmer f\u00fcr ihn nicht direkt ersichtlich sind.<a href=\"#_ftn80\" id=\"_ftnref80\">[80]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Benutzer eine Invoice mit dem entsprechenden Payment Hash \u00abbegleicht\u00bb, werden die \u00abKontost\u00e4nde\u00bb in den beanspruchten Zahlungskan\u00e4len automatisch aktualisiert. Technisch gesehen werden den Transaktionsdetails entsprechende HTLCs zwischen den an einem Routing einer Transaktion beteiligten Nodes auf- bzw. abgebaut. Die atomistische Natur der Transaktion f\u00fchrt zu einer automatischen Reduktion im \u00abKontostand\u00bb des versendenden Benutzers und zu einer korrespondierenden automatischen Erh\u00f6hung des \u00abKontostandes\u00bb der empfangenden Benutzerin (abz\u00fcglich allf\u00e4lliger Transaktionsgeb\u00fchren). Hervorzuheben ist, dass ausschliesslich der Benutzer des Systems durch eine entsprechende Best\u00e4tigung die \u00dcbertragung ausl\u00f6sen kann. Die andere am Kanal beteiligte Person kann Zahlungen der Gegenseite weder selbst ausl\u00f6sen noch von dieser einmal ausgel\u00f6ste Zahlungen verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Personen, welche \u00fcber die Private Keys der in den Zahlungskan\u00e4len gesperrten BTC verf\u00fcgen, sind ohnehin als Verf\u00fcgungsberechtigte am jeweils einschl\u00e4gigen \u00abKontostand\u00bb und nicht lediglich als Gl\u00e4ubiger von Forderungen gegen\u00fcber (anderen) Netzwerkteilnehmern zu betrachten. Darauf l\u00e4sst auch der mangelnde Rechtsbindungswille von Personen schliessen, die an einem offenen Netzwerk teilnehmen. Keiner der Teilnehmer des Lightning Netzwerks hat sodann die M\u00f6glichkeit auf die in den Kan\u00e4len gesperrten BTC zuzugreifen, Zahlungsinformationen zu modifizieren oder sogar g\u00e4nzlich Zahlungen zu blockieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Sicht w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass von einer rechtlich relevanten \u00abGuthabenkette\u00bb zwischen den im Einzelfall involvierten Nodes auszugehen w\u00e4re \u2013 vergleichbar mit einer Anweisungskette im Interbanken- bzw. Korrespondenzbankenzahlungsverkehr. Dies w\u00e4re allerdings mit den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten in Lightning nur schwer vereinbar: Ausf\u00fchrung und Abwicklung der Transaktionen erfolgen automatisch, atomistisch und zustimmungsfrei, d.h. gerade nicht sequenziell bzw. kettenartig und durch die involvierten Teilnehmer unterbrechbar. Eine partiell erf\u00fcllte Anweisungskette, womit Guthabenforderungen zwischen einzelnen Nodes offen bleiben w\u00fcrden, ist technisch ausgeschlossen.<a href=\"#_ftn81\" id=\"_ftnref81\"><sup>[81]<\/sup><\/a> Sichtbar wird die Atomizit\u00e4t der Transaktionen auch bei gescheiterten Routings, die nicht manuell oder stufenweise r\u00fcckabgewickelt werden m\u00fcssen, sondern sich grunds\u00e4tzlich ohne Weiteres auf alle involvierten Nodes auswirken.<a href=\"#_ftn82\" id=\"_ftnref82\"><sup>[82]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5.\u00a0Geld- oder Wert\u00fcbertragungsgesch\u00e4ft i.S.d. GwG<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Betrieb einer Lightning Node ohne gleichzeitiges Routing von Dritt\u00fcbertragungen ist in den Software-Implementierungen nicht vorgesehen, technisch aber durchaus vorstellbar. Das Routing von Zahlungen von Drittpersonen hat auf ersten Blick \u00c4hnlichkeiten mit dem geldw\u00e4schereirechtlich relevanten Geld- oder Wert\u00fcbertragungsgesch\u00e4ft. Demgegen\u00fcber ist die \u00dcbertragung eigener Verm\u00f6genswerte zum Vornherein nicht dem GwG unterstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Geld- oder Wert\u00fcbertragungsgesch\u00e4ft i.S.v. Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 lit.&nbsp;b GwG i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 lit.&nbsp;d GwV gilt der Transfer von Verm\u00f6genswerten durch Entgegennahme von Bargeld, Edelmetallen, virtuellen W\u00e4hrungen, Schecks oder sonstigen Zahlungsmitteln und die (i)&nbsp;Auszahlung einer entsprechenden Summe in Bargeld, Edelmetallen oder virtuellen W\u00e4hrungen oder die (ii)&nbsp;bargeldlose \u00dcbertragung oder \u00dcberweisung \u00fcber ein Zahlungs- oder Abrechnungssystem (Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 GwV). Bei der Geld- oder Wert\u00fcbertragung handelt es sich um ein Dreiparteiengesch\u00e4ft (dies etwa im Gegensatz zum bilateralen Geldwechsel).<a href=\"#_ftn83\" id=\"_ftnref83\"><sup>[83]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff der Entgegennahme impliziert die Erlangung der <em>Verf\u00fcgungsmacht<\/em> \u00fcber fremde Verm\u00f6genswerte i.S.v. Art. 2 Abs. 3 Ingress GwG durch den Finanzintermedi\u00e4r.<a href=\"#_ftn84\" id=\"_ftnref84\"><sup>[84]<\/sup><\/a> Um ein Geld- oder Wert\u00fcbertragungsgesch\u00e4ft kann es sich beim Routing von Drittzahlungen nach vorliegender Ansicht mangels Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber fremde Verm\u00f6genswerte grunds\u00e4tzlich nicht handeln. Ein Teilnehmer am Lightning Netzwerk erlangt zu keinem Zeitpunkt die Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber die gerouteten Verm\u00f6genswerte des Absenders bzw. Empf\u00e4ngers.<a href=\"#_ftn85\" id=\"_ftnref85\">[85]<\/a> Demgegen\u00fcber wird beim Routing lediglich der \u00abKontostand\u00bb der an einem Kanal beteiligten Personen gem\u00e4ss aktuellster Commitment Transaction in atomistischer Weise aktualisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Betrieb einer Lightning Node ist darum viel eher der Betrieb <em>eines Teils<\/em> einer nicht dem GwG unterstellten Kommunikations- und Daten\u00fcbertragungsinfrastruktur als die Vornahme einer Geld- oder Wert\u00fcbertragung zu erkennen.<a href=\"#_ftn86\" id=\"_ftnref86\"><sup>[86]<\/sup><\/a> Dass der gesetzliche Rahmen ganz grunds\u00e4tzlich an seine Grenzen st\u00f6sst, ist auch daran ersichtlich, dass das Lightning Netzwerk jegliche Form der Verm\u00f6gens\u00fcbertragung erm\u00f6glichen kann (so etwa von tokenisierten Fiatw\u00e4hrungen in Form von Stablecoins oder von Effekten), <em>ohne<\/em> dass die im Einzelnen beteiligten Teilnehmer darum wissen m\u00fcssen oder \u00dcbertragungen zu billigen h\u00e4tten. Letztlich scheint sich darum der Vergleich mit herk\u00f6mmlicher Informationsinfrastruktur, wie etwa Internetprotokolle, aufzudr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">6. Hilfe bei der \u00dcbertragung virtueller W\u00e4hrungen an Drittpersonen i.S.d. GwG<\/h3>\n\n\n\n<p>Schliesslich liegt auch eine Dienstleistung f\u00fcr den Zahlungsverkehr i.S.v. Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 lit.&nbsp;b GwG i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 lit.&nbsp;b GwV vor, wenn ein Finanzintermedi\u00e4r hilft, virtuelle W\u00e4hrungen an eine Drittperson zu \u00fcbertragen, sofern er mit der Vertragspartei eine dauernde Gesch\u00e4ftsbeziehung unterh\u00e4lt oder sofern er f\u00fcr die Vertragspartei Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber virtuelle W\u00e4hrungen aus\u00fcbt, und er die Dienstleistung nicht ausschliesslich gegen\u00fcber angemessen beaufsichtigten Finanzintermedi\u00e4ren erbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Revision von Art. 4 GwV wurde das Ziel verfolgt, gewisse Formen der Intermediation im Kryptobereich zu erfassen: <em>\u00abDarunter fallen beispielsweise Handelsplattformen, die nicht im Besitz des privaten Schl\u00fcssels des Kunden sind, die \u00dcbertragung der virtuellen W\u00e4hrungen jedoch mittels Smart Contract erm\u00f6glichen und dabei die Auftr\u00e4ge best\u00e4tigen, freigeben oder sperren k\u00f6nnen oder anderweitig Kontrolle \u00fcber den Smart Contract haben [\u2026]\u00bb.<\/em><a href=\"#_ftn87\" id=\"_ftnref87\">[87]<\/a> Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 lit.&nbsp;b GwV stellt einen Paradigmenwechsel im Geldw\u00e4schereirecht dar, indem das Kriterium der ausschliesslichen und unmittelbaren Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber fremde Verm\u00f6genswerte (teilweise) aufgegeben wird. Anwendungsbedingung ist demgegen\u00fcber nach vorliegender Ansicht die effektive M\u00f6glichkeit des Finanzintermedi\u00e4rs, die Transaktionen seines Kunden in relevanter Weise zu beeinflussen (z.B. durch nicht bloss vor\u00fcbergehende Blockierung oder aber Umleitung von Verm\u00f6genswerten), ohne dass diese Form der Kontrolle aber den Grad der Verf\u00fcgungsmacht erreicht.<a href=\"#_ftn88\" id=\"_ftnref88\">[88]<\/a> Ferner muss der Finanzintermedi\u00e4r eine dauernde Gesch\u00e4ftsbeziehung mit seinem Kunden unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Teilnahme am Lightning Netzwerk verschafft dem Node-Betreiber keine faktische Kontrolle \u00fcber die gerouteten Verm\u00f6genswerte, denn er hat solche Transaktionen weder zu best\u00e4tigen oder freizugeben noch kann er sie in relevanter Weise blockieren. Nodes k\u00f6nnen Drittzahlungen h\u00f6chstens ignorieren. Die M\u00f6glichkeit, einen Zahlungskanal gegen den Willen der Gegenseite zu schliessen, kann nach vorliegender Auffassung ebenfalls nicht als ausreichende Zugriffsm\u00f6glichkeit betrachtet werden. Die Gegenseite kann solche erzwungenen Schliessungen jederzeit durch die Publikation des richtigen \u00abKontostands\u00bb auf der Blockchain verhindern.<a href=\"#_ftn89\" id=\"_ftnref89\">[89]<\/a> Mit anderen Worten ist die Kontrolle \u00fcber den Smart Contract protokollbedingt zweiseitig. Ausserdem verf\u00fcgt ein Node-Betreiber auch nicht \u00fcber eine vertragliche Rechtsbeziehung mit den \u00fcbrigen Nutzern des Systems. Es scheitert in der Praxis regelm\u00e4ssig am Fehlen eines Rechtsbindungswillens zwischen den an einem Zahlungskanal beteiligten Personen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">7. Betrieb eines Zahlungssystems i.S.d. FinfraG<\/h3>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4ss Art. 4 Abs. 2 FinfraG ben\u00f6tigt ein Zahlungssystem nur dann eine Bewilligung der FINMA, wenn die Funktionsf\u00e4higkeit des Finanzmarkts oder der Schutz der Finanzmarktteilnehmer es erfordern und das Zahlungssystem nicht durch eine Bank betrieben wird. Entscheidend ist mit anderen Worten der Schutzzweck des Gesetze: \u00ab[Das FinfraG] bezweckt die Gew\u00e4hrleistung der Funktionsf\u00e4higkeit und der Transparenz der Effekten- und Derivatem\u00e4rkte, der Stabilit\u00e4t des Finanzsystems, des Schutzes der Finanzmarktteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie der Gleichbehandlung der Anlegerinnen und Anleger.\u00bb (Art. 1 Abs. 2 FinfraG). Derzeit werden diese Voraussetzungen nur von der SIX Interbank Clearing AG erf\u00fcllt. Das Zahlungssystem der PostFinance AG ist aufgrund des Bankstatus der Betreiberin freigestellt.<a href=\"#_ftn90\" id=\"_ftnref90\"><sup>[90]<\/sup><\/a> Dass Zahlungen in Kryptow\u00e4hrungen abgerechnet und abgewickelt werden (und nicht in heimischer oder ausl\u00e4ndischer Fiatw\u00e4hrung), spielt nach wohl herrschender Ansicht grunds\u00e4tzlich keine Rolle f\u00fcr die Anwendbarkeit von Art. 81 FinfraG.<a href=\"#_ftn91\" id=\"_ftnref91\"><sup>[91]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff der Einrichtung setzt, wie bereits ausgef\u00fchrt, eine gewisse organisatorische und technische Zentralisierung voraus.<a href=\"#_ftn92\" id=\"_ftnref92\"><sup>[92]<\/sup><\/a> Eine solche fehlt beim Lightning Netzwerk, das von einer Mehrzahl von Personen betrieben wird. Dies gilt selbst f\u00fcr Zahlungskan\u00e4le, die in technischer Hinsicht auf jeden Fall zwei Nodes voraussetzen. Die Realit\u00e4t dezentraler Systeme wurde vom Bundesrat in Bezug auf Zahlungssysteme ausdr\u00fccklich anerkannt.<a href=\"#_ftn93\" id=\"_ftnref93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> Die Bedeutung des <em>gesamten<\/em> Lightning Netzwerks w\u00e4re heute wohl ohnehin zu gering f\u00fcr die Bejahung der Bewilligungspflicht in Art. 4 Abs. 2 FinfraG.<a href=\"#_ftn94\" id=\"_ftnref94\"><sup>[94]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wie oben ausgef\u00fchrt, stellt das Routing von Zahlungen durch die eigene Node kein Geld- oder Wert\u00fcbertragungsgesch\u00e4ft im geldw\u00e4schereirechtlichen Sinne dar. Auch dieser Aspekt spricht grunds\u00e4tzlich gegen das Vorliegen eines Zahlungssystems i.S.d. FinfraG.<a href=\"#_ftn95\" id=\"_ftnref95\"><sup>[95]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Unterstellung aller Nodes unter das FinfraG w\u00e4re schliesslich aufgrund des grenz\u00fcberschreitenden Charakters des Netzwerks praktisch unm\u00f6glich. Die Unterstellung <em>einzelner<\/em> Node-Betreiber mit Sitz oder Wohnsitz in der Schweiz w\u00e4re demgegen\u00fcber wenig zielf\u00fchrend und m\u00fcsste vor allem mit dem Schutzzweck des Gesetzes begr\u00fcndet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">8. Entgegennahme von Publikumseinlagen oder kryptobasierten Verm\u00f6genswerten i.S.d. BankG<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Er\u00f6ffnung eines Zahlungskanals und das Routing von Zahlungen von Drittpersonen hat auf den ersten Blick gewisse \u00c4hnlichkeiten mit der Entgegennahme von Publikumseinlagen oder kryptobasierten Verm\u00f6genswerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4ss Art. 1 Abs. 2 BankG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 BankV i.V.m. FINMA-RS 08\/3, Rz.&nbsp;10 gelten grunds\u00e4tzlich alle Verbindlichkeiten gegen\u00fcber Kunden vorbehaltlich der Anwendbarkeit einer Ausnahme als Publikumseinlagen. Das Bundesgericht fordert im Wesentlichen, dass der Empf\u00e4nger fremder Gelder eine Verpflichtung zur R\u00fcckzahlung gegen\u00fcber dem Einleger oder einem Dritten eingeht und somit (selbst) zum R\u00fcckzahlungsschuldner der entsprechenden Leistung wird.<a href=\"#_ftn96\" id=\"_ftnref96\">[96]<\/a> F\u00fcr kryptobasierte Verm\u00f6genswerte in Form von Zahlungs-Token, falls sie i.S.v. Art.&nbsp;16 Ziff.&nbsp;1<sup>bis<\/sup> lit.&nbsp;b BankG sammelverwahrt werden, gilt heute ein \u00e4hnliches Regime wie f\u00fcr Publikumseinlagen (vgl. Art.&nbsp;1b BankG i.V.m. Art.&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 BankV). Werden die Zahlungs-Token hingegen f\u00fcr Eigengesch\u00e4fte des Empf\u00e4ngers verwendet und\/oder werden derartige Guthaben verzinst, erfolgt eine aufsichtsrechtliche Gleichsetzung mit Publikumseinlagen (vgl. Art.&nbsp;1a lit.&nbsp;b BankG).<a href=\"#_ftn97\" id=\"_ftnref97\">[97]<\/a> Entsprechend k\u00f6nnte die Entgegennahme von LNBTC, wenn sie als Publikumseinlagen oder sammelverwahrte Zahlungs-Token qualifizieren, die Bewilligungspflichten nach BankG ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist demgegen\u00fcber festzuhalten, dass der reine Betrieb einer Lightning Node zu keinem Zeitpunkt mit dem Erhalt der Verf\u00fcgungsmacht bzw. -befugnis \u00fcber Verm\u00f6genswerte Dritter verbunden ist. Ein Betreiber erh\u00e4lt namentlich zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf oder Kenntnis der Private Keys der durch seine Node gerouteten Verm\u00f6genswerte.<a href=\"#_ftn98\" id=\"_ftnref98\">[98]<\/a> Bis zur g\u00fcltigen Signierung und Ausl\u00f6sung einer Transaktion kann nur der Absender \u00fcber die mittels Invoice angeforderte UTXO verf\u00fcgen; danach f\u00e4llt die alleinige Verf\u00fcgungsmacht dem in der Invoice spezifizierten Empf\u00e4nger zu. Es fehlt somit bereits an der M\u00f6glichkeit, dass der Node-Betreiber zum Vollrechtsinhaber hinsichtlich der gerouteten LNBTC und in der Folge zum R\u00fcckzahlungsschuldner wird. Zudem haben gew\u00f6hnliche Node-Betreiber regelm\u00e4ssig auch nicht den Rechtsbindungswillen, in einlagenrechtlich relevante Rechtsverh\u00e4ltnisse mit den \u00fcbrigen Netzwerkteilnehmern oder Nutzern zu treten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">9. Zwischenfazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Teilnahme am Lightning Netzwerk durch den Betrieb einer eigenen Node, was u.a. das Routing von Drittzahlungen beinhaltet, ist nach vorliegender Auffassung ohne finanzmarktrechtliche Unterstellung m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">III. Schlussfolgerungen<\/h1>\n\n\n\n<p>Der Einsatz neuer Technologien ist regelm\u00e4ssig mit einem gewissen Mass an Rechtsunsicherheit behaftet. Dies gilt auch f\u00fcr das Lightning Netzwerk. Das Protokoll fordert in praktischer Hinsicht aufgrund seiner verteilten Struktur und der Teilnahmeoffenheit das vorherrschende Regulierungsparadigma der Intermediation heraus. Vor diesem Hintergrund scheint selbst eine vorwiegend wirtschaftliche Betrachtungsweise (\u00absubstance over form\u00bb) zu keiner eindeutigen rechtlichen Einordnung der Teilnahme am Lightning Netzwerk in das heutige finanzmarktrechtliche Gef\u00fcge zu f\u00fchren. Die Risiken der Teilnahme am Lightning Netzwerk sind denn auch nicht vergleichbar mit den Risiken traditioneller Zahlungssystembetreiber (\u00abdifferent risks, different rules\u00bb). So k\u00f6nnen etwa Netzwerkteilnehmer nicht auf die BTC der \u00fcbrigen Node-Betreiber zugreifen, obschon sie grunds\u00e4tzlich in die \u00dcbertragung der Verm\u00f6genswerte bis zu einem gewissen Grad involviert sind. Lightning sollte nach richtiger technologieneutraler Auffassung \u2013 analog zum Bitcoin Netzwerk \u2013 als quasi\u00f6ffentliche Kommunikations- und Daten\u00fcbertragungsinfrastruktur betrachtet werden, deren Betrieb durch eine Vielzahl von Personen keine Bewilligungspflichten oder dergleichen ausl\u00f6st, auf welcher aber gegebenenfalls gewisse Formen regulierter T\u00e4tigkeiten ausge\u00fcbt bzw. angeboten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. etwa Mahdi H. Miraz\/David C. Donald, LApps: Technological, Legal and Market Potentials of Blockchain Lightning Network Applications, ICISDM 2019, S.&nbsp;185 ff.; ferner die Hinweise in Bundesrat, Rechtliche Grundlagen f\u00fcr Distributed Ledger-Technologie und Blockchain in der Schweiz. Eine Auslegeordnung mit Fokus auf dem Finanzsektor, 14. Dezember 2018, S.&nbsp;27.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Bundesgesetz \u00fcber die Bek\u00e4mpfung der Geldw\u00e4scherei und der Terrorismusfinanzierung vom 10. Oktober 1997, SR 955.0.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Bundesgesetz \u00fcber die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel vom 19. Juni 2015, SR 958.1.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Bundesgesetz \u00fcber die Banken und Sparkassen vom 8. November 1934, SR 952.0.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe Andreas M. Antonopoulos\/Olaoluwa Osuntokun\/Ren\u00e9 Pickhardt, Mastering the Lightning Network, Sebastopol 2022, S.&nbsp;73.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> So etwa f\u00fcr die Ethereum Blockchain das \u00abRaiden Network\u00bb (<a href=\"https:\/\/raiden.network\/\">https:\/\/raiden.network\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;71; ausf\u00fchrlich zu diesem Konzept Fabio Andreotti, Dezentrale Handelsplattformen im Schweizer Finanzmarktrecht, Diss Z\u00fcrich, erscheint 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Anders als die bedeutsamste Abspaltung (sog. <em>Hardfork<\/em>) von Bitcoin, \u00abBitcoin Cash\u00bb, hat sich die Bitcoin Community nicht f\u00fcr gr\u00f6ssere Blocks, die mehr Speicherplatz f\u00fcr Transaktionen bieten, ausgesprochen. Zur Kontroverse, die damit verbunden war, vgl. Jonathan Bier, The Blocksize War: The battle for control over Bitcoin\u2019s protocol rules, 2021, insbesondere Kapitel 6 und 19.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Siehe f\u00fcr eine aktualisierte Version Joseph Poon\/Thaddeus Dryja, The Bitcoin Lightning Network: Scalable Off-Chain Instant Payments, 14. Januar 2016, DRAFT Version 0.5.9.2, <a href=\"https:\/\/lightning.network\/lightning-network-paper.pdf\">https:\/\/lightning.network\/lightning-network-paper.pdf<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Zahlungskan\u00e4le k\u00f6nnen auch ohne \u00f6ffentliche Ank\u00fcndigung gegen\u00fcber dem Netzwerk betrieben werden, sog. <em>Unannounced Channels<\/em>; vgl. Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;50, 279.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Siehe f\u00fcr aktuelle Statistiken <a href=\"https:\/\/1ml.com\/statistics\">https:\/\/1ml.com\/statistics<\/a>. Zur Begrifflichkeit des offenen dezentralen Systems vgl. Nicolas Jacquemart, Offene Blockchainsysteme und die Schutzziele des schweizerischen Finanzmarktrechts, Z\u00fcrich 2020, Rz. 161 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;4 ff. sprechen von einem <em>Fairness Protocol<\/em>, das sie definieren als <em>\u00ab[\u2026] a process that uses a system of incentives and\/or disincentives to ensure fair outcomes for participants who don\u2019t trust each other [\u2026]\u201d.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Z.B. \u00ablnd\u00bb (<a href=\"https:\/\/github.com\/lightningnetwork\/lnd\/blob\/master\/docs\/INSTALL.md\">https:\/\/github.com\/lightningnetwork\/lnd\/blob\/master\/docs\/INSTALL.md<\/a>) oder \u00abCore Lightning\u00bb (<a href=\"https:\/\/github.com\/ElementsProject\/lightning#installation\">https:\/\/github.com\/ElementsProject\/lightning#installation<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Siehe die \u00dcbersicht bei Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;146.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;12. Die vorliegende Verwendung des Begriffs \u00abLNBTC\u00bb dient lediglich der terminologischen Unterscheidung zu BTC.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> <em>State Channels <\/em>bilden die technische Grundlage f\u00fcr Zahlungskan\u00e4le, indem in ihnen ein gemeinsamer On-Chain-Zustand der an einem Kanal beteiligten Parteien abgebildet wird. Abgesichert werden die Verm\u00f6genswerte im Zahlungskanal durch eine spezielle <em>2-von-2-Multisig-Adresse<\/em>, welche den am Kanal beteiligten Parteien die Verf\u00fcgung \u00fcber die Verm\u00f6genswerte nur gemeinsam erlaubt. Damit die gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit jedoch nicht dazu f\u00fchrt, dass Verm\u00f6genswerte gegen den Willen der einen Partei blockiert werden k\u00f6nnen, wird mit einem <em>HTLC<\/em> ein spezieller Smart Contract verwendet, der nach vorprogrammiertem Zeitablauf die R\u00fccknahme der Verm\u00f6genswerte m\u00f6glich macht. Zu diesen Primitiven im Einzelnen Andreas M. Antonopoulos, Mastering Bitcoin, 2.&nbsp;Aufl., Sebastopol 2017, S.&nbsp;300&nbsp;ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;44 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;55.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;55.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;140 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;186.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. hierzu ausf\u00fchrlich Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;186, 231 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\">[23]<\/a> Ausf\u00fchrlich hierzu Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;17 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\">[24]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;131 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\">[25]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;134 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" id=\"_ftn26\">[26]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;134.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" id=\"_ftn27\">[27]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;128.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" id=\"_ftn28\">[28]<\/a> Vgl. etwa Shinobi, Learning from the LND bug that could have robbed the Lightning Network, 24. Oktober 2022, <a href=\"https:\/\/bitcoinmagazine.com\/technical\/learning-from-the-lnd-bug-on-lightning\">https:\/\/bitcoinmagazine.com\/technical\/learning-from-the-lnd-bug-on-lightning<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" id=\"_ftn29\">[29]<\/a> Siehe etwa Conner Fromknecht, Connecting Blockchains: Instant Cross-Chain Transactions On Lightning, 16. November 2017, <a href=\"https:\/\/blog.lightning.engineering\/announcement\/2017\/11\/16\/ln-swap.html\">https:\/\/blog.lightning.engineering\/announcement\/2017\/11\/16\/ln-swap.html<\/a>; ferner weiterf\u00fchrende Hinweise bei Andreotti, a.a.O.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" id=\"_ftn30\">[30]<\/a> <a href=\"https:\/\/docs.lightning.engineering\/the-lightning-network\/taro\/taro-on-lightning\">https:\/\/docs.lightning.engineering\/the-lightning-network\/taro\/taro-on-lightning<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" id=\"_ftn31\">[31]<\/a> Das Colored Coins Protokoll nutzt etwa das Metadatenfeld einer Bitcoin Transaktion, um arbitr\u00e4re Daten auf der Blockchain zu speichern, welche typischerweise sodann auf extern gespeicherte Daten verweisen; vgl. hierzu Antonopoulos, a.a.O., S.&nbsp;294 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\" id=\"_ftn32\">[32]<\/a> Vgl. hierzu etwa Antonopoulos, a.a.O., S.&nbsp;299 f.; Arvind Narayanan\/Joseph Bonneau\/Edward Felten\/Andrew Miller\/Steven Goldfeder, Bitcoin and Cryptocurrency Technologies. A Comprehensive Introduction, Princeton 2016, S.&nbsp;218 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\" id=\"_ftn33\">[33]<\/a> <a href=\"https:\/\/docs.lightning.engineering\/the-lightning-network\/taro\/faq#taro-on-chain\">https:\/\/docs.lightning.engineering\/the-lightning-network\/taro\/faq#taro-on-chain<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\" id=\"_ftn34\">[34]<\/a> <a href=\"https:\/\/docs.lightning.engineering\/the-lightning-network\/taro\/faq#taro-on-the-lightning-network\">https:\/\/docs.lightning.engineering\/the-lightning-network\/taro\/faq#taro-on-the-lightning-network<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref35\" id=\"_ftn35\">[35]<\/a> Siehe Botschaft zu einem Bundesgesetz \u00fcber die B\u00f6rsen und den Effektenhandel vom 24. Februar 1993, BBl 1993&nbsp;I, S.&nbsp;1395&nbsp;f.; FINMA, Wegleitung f\u00fcr Unterstellungsfragen betreffend Initial Coin Offerings (ICOs), 16. Februar 2018, S.&nbsp;4 (\u00abder f\u00fcr Effekten typische Kapitalmarktbezug\u00bb); Dieter Zobl, in: Hertig et al. (Hrsg.), Kommentar BEHG, Z\u00fcrich 2000, Art.&nbsp;2 lit.&nbsp;a N&nbsp;3; ferner zum Bezug von Derivaten zum <em>Finanzmarkt<\/em> Stefan Kramer\/Olivier Favre, in: Sethe et al. (Hrsg.), Schulthess Kommentar FinfraG, Z\u00fcrich 2017, Art. 2 lit. c N 5, 7, 23 (nachfolgend \u00abSK FinfraG-Autor\/in\u00bb); bereits Daniel Daeniker\/Stefan Waller, in: Watter\/Vogt (Hrsg.), Basler Kommentar BEHG\/FINMAG, 2.&nbsp;Aufl., Basel 2011, Art. 2 lit. a-c BEHG N 13 (nachfolgend \u00abBSK BEHG\/FINMAG-Autor\/in\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref36\" id=\"_ftn36\">[36]<\/a> Siehe FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;4.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref37\" id=\"_ftn37\">[37]<\/a> Siehe FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;4 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref38\" id=\"_ftn38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> Solche \u00abtailormade\u00bb Derivate qualifizieren aber als Finanzinstrumente gem\u00e4ss Art. 3 lit. a Ziff. 5 FIDLEG.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref39\" id=\"_ftn39\">[39]<\/a> So zumindest scheinbar die Aufsichtspraxis FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref40\" id=\"_ftn40\">[40]<\/a> So auch Andri Abb\u00fchl, Effektenqualit\u00e4t von Blockchain-Token, iusNet BR-KR 23. Dezember 2021; bereits als fragw\u00fcrdig bezeichnet Kevin MacCabe, Abbildung von Verm\u00f6genswerten durch Anlage-Tokens, Basel 2019, Rz.&nbsp;124.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref41\" id=\"_ftn41\">[41]<\/a> Siehe FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;2.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn42\" href=\"#_ftnref42\">[42]<\/a> Gl.M. wohl auch Yves Mauchle, Tokens als Effekten, GesKR 2022, S.\u00a0185, 193, der von der Erstellung, Ausgabe bzw. Buchung durch eine bestimmte Person als einem \u00abGrundelement\u00bb einer Effekte spricht; ferner f\u00fcr das US-amerikanische Recht aufgrund einer umfassenden Rechtsprechungsanalyse Lewis Rinaudo Cohen\/Gregory Strong\/Freeman Lewin\/Sarah Chen, The Ineluctable Modality of Securities Law: Why Fungible Crypto Assets Are not Securities, Discussion Draft, 10. November 2022, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ssrn.com\/abstract=4282385\" target=\"_blank\">https:\/\/ssrn.com\/abstract=4282385<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref43\" id=\"_ftn43\">[43]<\/a> Die FINMA spricht in Bezug auf Vorfinanzierungen und Vorverk\u00e4ufen von Token davon, dass ein \u00ab<em>handelbarer<\/em> Anspruch auf \u00dcbertragung des [Ziel- bzw. End-]Token\u00bb vorzuliegen hat, vgl. FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;7 (Hervorhebung hinzugef\u00fcgt).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref44\" id=\"_ftn44\">[44]<\/a> Siehe hierzu Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;270 ff. (Vollzitat in Teil 1 dieses Beitrages).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref45\" id=\"_ftn45\">[45]<\/a> Siehe zum Begriff des Kapitalmarkts als volkswirtschaftliches Konzept Thomas Wiedmer, Kapitalmarkt, in: Boemle et al. (Hrsg.), Geld-, Bank- und Finanzmarkt-Lexikon der Schweiz, Z\u00fcrich 2002, S.&nbsp;637 f.; Dieter Zobl\/Stefan Kramer, Schweizerisches Kapitalmarktrecht, Z\u00fcrich 2004, N 1.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref46\" id=\"_ftn46\">[46]<\/a> Siehe bereits Botschaft zu einem Bundesgesetz \u00fcber die B\u00f6rsen und den Effektenhandel vom 24. Februar 1993, BBl 1993&nbsp;I, S.&nbsp;1395; Botschaft zum Finanzmarktinfrastrukturgesetz vom 3. September 2014, BBl 2014, S.&nbsp;7513; ferner SK FinfraG-Kramer\/Favre, Art. 2 lit. c N 33; BSK BEHG\/FINMAG-Daeniker\/Waller, Art. 2 lit. a-c BEHG N 12, wonach weiter auch eine <em>Swap-Komponente<\/em> zu unterscheiden ist (letztlich handelt es sich hierbei um ein Termingesch\u00e4ft); ausf\u00fchrlich Franca Contratto, Konzeptionelle Ans\u00e4tze zur Regulierung von Derivaten im schweizerischen Recht, Z\u00fcrich 2006, S.&nbsp;135.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref47\" id=\"_ftn47\">[47]<\/a> Siehe SK FinfraG-Kramer\/Favre, Art. 2 lit. c N 21 ff. (\u00abAndere Instrumente mit einer derivativen oder derivat\u00e4hnlichen Komponente\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref48\" id=\"_ftn48\">[48]<\/a> <em>Gl. M. <\/em>Mauchle, GesKR 2022, S.&nbsp;186.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref49\" id=\"_ftn49\">[49]<\/a> Siehe BSK BEHG\/FINMAG-Daeniker\/Waller, Art. 2 lit. a-c BEHG N 11; ferner Contratto, a.a.O., S.&nbsp;138.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref50\" id=\"_ftn50\">[50]<\/a> Siehe Contratto, a.a.O., S.&nbsp;141 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref51\" id=\"_ftn51\">[51]<\/a> So Botschaft zu einem Bundesgesetz \u00fcber die B\u00f6rsen und den Effektenhandel vom 24. Februar 1993, BBl 1993 I, S.&nbsp;1395.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref52\" id=\"_ftn52\">[52]<\/a> Siehe etwa Eleonor Gyr, Smart Contracts and Contract Law, Jusletter IT vom 30. Juni 2022, Rz. 91.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref53\" id=\"_ftn53\">[53]<\/a> Vgl. hierzu <a>SK FinfraG-Kramer\/Favre, Art. 2 lit. c N <\/a>8.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref54\" id=\"_ftn54\">[54]<\/a> Siehe <a>Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., <\/a>S.&nbsp;140 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref55\" id=\"_ftn55\">[55]<\/a> Siehe hierzu Contratto, a.a.O., S.&nbsp;23 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref56\" id=\"_ftn56\">[56]<\/a> Siehe den Vergleich zu <em>herk\u00f6mmlichen<\/em> Zahlungs-Token, die keine Anbindung an einen unterliegenden Verm\u00f6genswert aufweisen, FINMA, Erg\u00e4nzung der Wegleitung f\u00fcr Unterstellungsfragen betreffend Initial Coin Offerings (ICOs), 11. September 2019, S. 1 f. <em>(\u00ab[\u2026] aufgrund des \u00fcblichen Zahlungsmittelzwecks [\u2026]<\/em>\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref57\" id=\"_ftn57\">[57]<\/a> Siehe FINMA, Erg\u00e4nzung ICO-Wegleitung 2019, S.&nbsp;1.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref58\" id=\"_ftn58\">[58]<\/a> FINMA, Erg\u00e4nzung ICO-Wegleitung 2019, S.&nbsp;3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref59\" id=\"_ftn59\">[59]<\/a> Eine Teildeckung w\u00e4re allenfalls mit dem Eingehen von bankrechtlich relevanten Verbindlichkeiten verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref60\" id=\"_ftn60\">[60]<\/a> Siehe FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref61\" id=\"_ftn61\">[61]<\/a> Vgl. etwa Bundesrat, DLT-Bericht, S.&nbsp;115 (Vollzitat in Teil 1 dieses Beitrages); ferner Claude Humbel, Decentralized Finance, GesKR 2022, S.&nbsp;19 f. m.w.N.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref62\" id=\"_ftn62\">[62]<\/a> So offenbar auch FINMA, Jahresbericht 2021, S. 20; FATF, Virtual Assets and Virtual Asset Service Providers. Updated Guidance for a Risk-based Approach, Oktober 2021, Rz. 56, 67, 81; vgl. zu den fehlenden Ankn\u00fcpfungspunkten Benedikt Maurenbrecher\/Benjamin Leisinger, Decentralized Finance (Teil 2), SJZ 2022, S.&nbsp;710 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref63\" id=\"_ftn63\">[63]<\/a> Dies im Grundsatz anerkennend Bundesrat, DLT-Bericht, S.&nbsp;14; \u00e4hnlich auch Hans Kuhn\/Rolf H. Weber, I.&nbsp;Einleitung, in: Weber\/Kuhn (Hrsg.), Entwicklungen im Schweizer Blockchain-Recht, Basel 2021, Rz. 20 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref64\" id=\"_ftn64\">[64]<\/a> Die FINMA spricht von \u00abEmission\u00bb; vgl. FINMA-RS 11\/1, Rz. 64.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref65\" id=\"_ftn65\">[65]<\/a> Siehe statt vieler Antonopoulos, a.a.O., S. 231 (Vollzitat in Teil 1 dieses Beitrages).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref66\" id=\"_ftn66\">[66]<\/a> Siehe die Nachweise bei Andreotti, a.a.O. (Vollzitat in Teil 1 dieses Beitrages).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref67\" id=\"_ftn67\">[67]<\/a> Siehe FINMA-RS 11\/1, Rz. 67 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref68\" id=\"_ftn68\">[68]<\/a> Vgl. FINMA-RS 11\/1, Rz. 64.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref69\" id=\"_ftn69\">[69]<\/a> Siehe FINMA, ICO-Wegleitung 2018, S.&nbsp;6; \u00e4hnlich wohl auch SK FinfraG-Hess\/Kalbermatter\/Weiss Voigt, Art. 81 N 25.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref70\" id=\"_ftn70\">[70]<\/a> Siehe etwa My Chau Bachelard\/Martin Hess, in: Peter Ch. Hsu\/Daniel Fl\u00fchmann (Hrsg.), Basler Kommentar GwG, Basel 2021, Art. 2 Abs. 3 lit. b N 30 ff. m.w.N. (nachfolgend \u00abBSK GwG-Autor\/in\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref71\" id=\"_ftn71\">[71]<\/a> Siehe SK FinfraG-Hess\/Kalbermatter\/Weiss Voigt, Art. 81 N 30; Rashid Bahar\/Eric Stupp, in: Watter\/Bahar (Hrsg.), Basler Kommentar FINMAG\/FinfraG, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 81 FinfraG N 2 (nachfolgend \u00abBSK FINMAG\/FinfraG-Autor\/in\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref72\" id=\"_ftn72\">[72]<\/a> Siehe etwa Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;81, 340 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref73\" id=\"_ftn73\">[73]<\/a> Vgl. etwa SK FinfraG-Hess\/Kalbermatter\/Weiss Voigt, Art. 81 N 31, wonach ein \u00abf\u00fcr alle Teilnehmer gleichermassen geltendes einheitliches Regelwerk\u00bb existieren muss, wobei sowohl technische als auch administrative Regeln und Verfahren darunter fallen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref74\" id=\"_ftn74\">[74]<\/a> Zum Ganzen ausf\u00fchrlich Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S. 89 (Implementations), 151 (Routing Fees), 162 ff. (Channel Parameters), 305 und 307 (Features).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref75\" id=\"_ftn75\">[75]<\/a> Vgl. FINMA-RS 11\/1, Rz. 65. Im Falle der vom Bundesgericht beurteilten \u00abMobile Valued-Added Services\u00bb (MVAS) der Swisscom bestand das Speichern einer <em>Schuld<\/em> darin, dass die Swisscom die von ihren Kunden bezogenen Leistungen diesen erst bei F\u00e4lligkeit der n\u00e4chsten Telefonrechnung in Rechnung stellt und somit bis dorthin <em>speichert<\/em> (Urteil des Bundesgerichts 2C_488\/2018 vom 12. M\u00e4rz 2020 E. 4.4.1 <em>in fine<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref76\" id=\"_ftn76\">[76]<\/a> Vgl. BSK GwG-Bachelard\/Hess, Art. 2 Abs. 3 lit. b N 44 (\u00abseine Vertragspartei\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref77\" id=\"_ftn77\">[77]<\/a> Zwar stehen Absender und Empf\u00e4nger einer LNBTC-Transaktion regelm\u00e4ssig in einem Rechtsverh\u00e4ltnis zueinander (z.B. aufgrund des Kaufs von Waren gegen LNBTC), doch sind solche vertraglichen Anspr\u00fcche vom Guthaben- bzw. Schuldbegriff des GwG abzugrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref78\" id=\"_ftn78\">[78]<\/a> Siehe Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;17, 69 <em>(\u00ab[\u2026] the balance in a channel at a particular time is known only to the two channel partners [\u2026]\u00bb)<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref79\" id=\"_ftn79\">[79]<\/a> Vgl. auch Bundesrat, DLT-Bericht, S.&nbsp;27 <em>(\u00abZum Beispiel er\u00f6ffnen beim Lightning-Netzwerk zwei Endpunkte einen Zahlungskanal \u00fcber ein bestimmtes Guthaben. Dieses Guthaben kann danach beliebig h\u00e4ufig den Besitzer wechseln, und erst am Endes des Kanals werden die Guthaben den Endpunkten durch eine Blockchain Transaktion ausbezahlt.\u00bb).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref80\" id=\"_ftn80\">[80]<\/a> Vgl. hierzu Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;355 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref81\" id=\"_ftn81\">[81]<\/a> Siehe Elizabeth Stark, Lightning Network, 15.&nbsp;September 2016, <a href=\"https:\/\/www.coincenter.org\/education\/key-concepts\/lightning-network\/\">https:\/\/www.coincenter.org\/education\/key-concepts\/lightning-network\/<\/a> <em>(\u00ab[\u2026] receiving a payment is dependent on having already forwarded it. Lightning payments are conditional upon disclosure of a cryptographic secret, and knowledge of that secret allows for redemption from prior nodes [\u2026].\u00bb).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref82\" id=\"_ftn82\">[82]<\/a> Denkbar ist, dass eine Node die \u00abR\u00fcckabwicklung\u00bb verhindern m\u00f6chte, indem ihr Betreiber in Bezug auf die Aufl\u00f6sung der etablierten HTLC unkooperativ agiert. In diesem Fall k\u00f6nnen die \u00fcbrigen Nodes den richtigen \u00abKontostand\u00bb on-chain ausf\u00fchren und somit unkooperative Teilnehmer umgehen (sowie bestrafen).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref83\" id=\"_ftn83\">[83]<\/a> Siehe Bundesrat, Bericht des Bundesrates zu virtuellen W\u00e4hrungen, 25. Juni 2014, S.&nbsp;15; Simon Sch\u00e4ren, in: Kunz\/Jutzi\/Sch\u00e4ren (Hrsg.), St\u00e4mpflis Handkommentar GwG, Bern 2017, Art.&nbsp;2 N 121 (nachfolgend \u00abSHK GwG-Autor\/in\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref84\" id=\"_ftn84\">[84]<\/a> Siehe SHK GwG-Sch\u00e4ren, Art. 2 N 81; Ralph Wyss, in: Thelesklaf et al. (Hrsg.), GwG Kommentar, Z\u00fcrich 2019, Art. 2 N 27; ferner zum Begriff des Annehmens allgemein BSK GwG-Greter, Art. 2 Abs. 3 N 32.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref85\" id=\"_ftn85\">[85]<\/a> So wohl auch der Bundesrat, DLT-Bericht, S.&nbsp;147 FN 802.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref86\" id=\"_ftn86\">[86]<\/a> So bereits Peter Van Valkenburgh, The Bank Secrecy Act, Cryptocurrencies and New Tokens: What is Known and What Remains Ambiguous, Coin Center Report May 2017, S.&nbsp;15 ff.; \u00e4hnlich EFD, Verordnung des Bundesrates zur Anpassung des Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register. Erl\u00e4uterungen vom 18. Juni 2021, S.&nbsp;23.<\/p>\n\n\n\n<p>der Technik verteilter elektronischer Register. Erl\u00e4uterungen, 18. Juni 2021, S.&nbsp;23; ferner EFD\/EFV, Praxis der Kontrollstelle f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Geldw\u00e4scherei zu Art. 2 Abs 3 GwG vom 29. Oktober 2008, Rz.&nbsp;160, wonach <em>nicht jede Hilfeleistung<\/em> im Zusammenhang mit dem Zahlungsverkehr dem GwG unterstellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref87\" id=\"_ftn87\">[87]<\/a> EFD, Erl\u00e4uterungen DLT-Verordnung, S.&nbsp;22.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref88\" id=\"_ftn88\">[88]<\/a> Die Rede ist von \u00abKontrolle \u00fcber den Smart Contract\u00bb und \u00abZugriffsm\u00f6glichkeit\u00bb; vgl. EFD, Erl\u00e4uterungen DLT-Verordnung, S.&nbsp;22 f.; BSK GwG-Bachelard\/Hess, Art. 2 Abs. 3 lit. b N 16, welche die \u00abfaktische Kontroll- und Eingriffsm\u00f6glichkeit des Dienstleisters betreffend die Transaktionen\u00bb voraussetzen; ebenso Andreotti, a.a.O., wo eine nicht bloss theoretische, sondern effektive Zugriffsm\u00f6glichkeit auf die Auftr\u00e4ge bzw. Transaktionen von Kunden verlangt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref89\" id=\"_ftn89\">[89]<\/a> Sog. <em>Punishment Transaction<\/em>; vgl. hierzu Antonopoulos\/Osuntokun\/Pickhardt, a.a.O., S.&nbsp;53 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref90\" id=\"_ftn90\">[90]<\/a> Siehe BSK FINMAG\/FinfraG-Bahar\/Stupp, Art. 81 FinfraG N 8 m.w.H.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref91\" id=\"_ftn91\">[91]<\/a> Siehe SK FinfraG-Hess\/Kalbermatter\/Weiss Voigt, Art. 81 N 22, 32, 34; BSK FINMAG\/FinfraG-Bahar\/Stupp, Art. 81 FinfraG N&nbsp;4.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref92\" id=\"_ftn92\">[92]<\/a> Siehe SK FinfraG-Hess\/Kalbermatter\/Weiss Voigt, Art. 81 N 30; BSK FINMAG\/FinfraG-Bahar\/Stupp, Art. 81 FinfraG N 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref93\" id=\"_ftn93\">[93]<\/a> Siehe Bundesrat, DLT-Bericht, S.&nbsp;111.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref94\" id=\"_ftn94\">[94]<\/a> Vgl. die in Teil 1 des vorliegenden Beitrags angef\u00fchrten statistischen Werte des Netzwerks.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref95\" id=\"_ftn95\">[95]<\/a> Vgl. SK FinfraG-Hess\/Kalbermatter\/Weiss Voigt, Art. 81 N 27.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref96\" id=\"_ftn96\">[96]<\/a> Vgl. etwa BGE 136 II 43 E. 4.2 S. 48 f.; 132 II 382 E. 6.3.1 S. 391 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref97\" id=\"_ftn97\">[97]<\/a> Die Revision von Art. 1a lit. b BankG erscheint vor diesem Hintergrund als <em>nicht gelungen<\/em>: Bisher galten sammelverwahrte Zahlungs-Token i.S.v. Art.&nbsp;16 Ziff.&nbsp;1<sup>bis<\/sup> lit.&nbsp;b BankG als die gem\u00e4ss Art.&nbsp;1b Abs.&nbsp;1 lit.&nbsp;a BankG vom Bundesrat bezeichneten \u00abkryptobasierten Verm\u00f6genswerte\u00bb. Solche Token k\u00f6nnen definitionsgem\u00e4ss (\u00abjederzeit bereitzuhalten\u00bb) nicht auf eigene Rechnung des Intermedi\u00e4rs angelegt werden, sodass der Wortlaut von Art.&nbsp;1a lit.&nbsp;b BankG in diesem Punkt wenig Sinn ergibt. Eine Verzinsung (ohne gleichzeitige Anlagem\u00f6glichkeit) w\u00e4re theoretisch denkbar, wenn auch betriebswirtschaftlich langfristig eher schwer zu rechtfertigen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref98\" id=\"_ftn98\">[98]<\/a> Vgl. Van Valkenburgh, Coin Center Report, S.&nbsp;15 f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der vorliegende Beitrag ist eine \u00fcberarbeitete Fassung des in iusNet BR-KR 22.12.2022 erschienenen zweiteiligen Aufsatzes. Das Lightning Netzwerk ist eine technische Skalierungsl\u00f6sung f\u00fcr die Bitcoin Blockchain. Es bietet in erster Linie die M\u00f6glichkeit, effizient, kosteng\u00fcnstig und mit technischer Finalit\u00e4t bitcoins (BTC) in Form von Lightning bitcoins (LNBTC) zu \u00fcbertragen. 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